fullscreen: Preußisches Landbuch

I 
587 
v. Rothenb nrqsche Stiftung, 
Die Stiftung bezieht 2762 Thlr. 26j.Sgr. au Zinsen von Kapitalien 
und 2ŗ Thlr. aus sonstigen Einnahmen. Aus dieser Summe werden 
verwendet: 600 Thlr. für die Blindrn-Anstalt in Berlin (s. d.); 145 
Thlr. zu Verwaltungskostcn; 1528 Thlr. zu außerordentlichen Aus 
gaben und zur Kapitalisirung; 320 Thlr. zu stiftungsmäßigen Renten; 
172 Thlr. zu Pensionen. Die Oberaufsicht führt das Kultus-Mini 
sterium. 
Rother Stiftung zu Berlin. 
Zweck dieser dem f Minister Rother ihr Dasein verdankenden Stif 
tung ist die Unterstützung armer, unverheirathet gebliebener, mindestens 
40 Jahre alter und unbescholtener ehelicher Töchter solcher bereits ver 
storbenen Väter, welche entweder als besoldete Beamte im Königlichen 
oder im Dienste der Berliner Kommune oder als Offiziere in der Preu 
ßischen Armee vorwurfsfrei gedient haben. Die Töchter der zu mecha 
nischen Verrichtungen angestellten Unterbeamtcn niederen Grades haben 
keine Ansprüche. Ein Theil der Dencfiziaten wird in das zu diesem 
Zwecke errichtete Stiftshaus (Bellealliauce Str. 1. 2.) aufgenommcu, 
der andere durch jährliche Geldbewilligungen unterstützt. Das auf 40 
Stellen eingerichtete, später auf 43 Stellen erweiterte Stiftshaus wurde 
1842 mit 20 Benefiziatinuen eröffnet, von welchen jede eine jährliche 
Rente von 48 Thlr., nebst freiem Holz, freier Medizin und ärztlicher 
Behandlung erhielt. Nach und nach ist diese Zahl und die Rente auf 
60, resp. 72 und 84 Thlr. erhöht worden. Außerdem reichten die 
Einnahmen daz^hin, außerhalb des Stiftshauscs in den verschiedenen 
Provinzen des Staates 204 Renten zu ertheilen, deren Höhe sich nach 
dem Alter der Empfängerin richtet und statutenmäßig auf jährlich 36, 
42 oder 48 Thlr. festgesetzt ist, je nachdein die Benesiziatin das 40., 
50. und 60. Lebensjahr überschritten hat. Statut vom 10. Juli 1840 
(Ges.-Samml. 1840 S. 187). Vorsitzender des Kuratoriums Präsi 
dent Eamphausen. 
Dr. Rother swe Stiftung zu Breslau, 
von den Freunden des Pastor priuiarius zu St. Elisabeth Dr. th. 
i ^ ŗ der Feier seines 50jährigen Amts-Jubiläums am 20. Juli 
i & I Ş Thlr. in Eiscnbahn-Prioritäts Aktien und 25 Thlr. 
baar begründet. Dev später emeritirte Dr. Roth er bestimmte mittelst 
Statuts vom 14. Januar 1858, daß (nach dem Tode seiner Schwester, 
resp. sen r ^Lljqxay.) diejenige Breslauer Prediger - Wittwe, welche 
der Magistrat fur dtc würdigste erachten werde, event, eine oder mehrere 
arme, unbescholtene Töchter von Predigern in Breslau in den lebens 
langen sollen bet bc * jedesmal vorhandenen Kapitals ge 
veymanu Rother, 
Partikulier zu Breslau, vermachte der dortigen jüdischen Waisen 
Verpflegungs-Anstalt für Knaben ein Kapital von 1500 Thlr.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.