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III. Das Führerproblem.
Doppelarbeit vom Führer geleistet werden muß, an
sich selbst und an den anderen und dazu die nötigen
Tugenden in einer gewissen Ausgeglichenheit vorhan
den sein müssen.
Auf einen ganz anderen Einteilungsgrund werden
wir gewiesen, wenn wir etwa fragen, welche mehr
sozial gefaßten Eigenschaften zur Führerschaft berech
tigen und befähigen. Man kann sie finden in: Vor
zügen des Körpers, der Erziehung, der Familientradi
tion; dann in Besitz und Intelligenz; endlich in Arbeit
und Rednertalent. Das weist auf Unterschiede der
politischen Partei-Bildung hin; ungefähr (mit Ein
schränkung) werden die ersten drei Gesichtspunkte die
der konservativen, die nächsten der liberalen, die letz
ten der sozialdemokratischen Partei sein; oder diese
Parteien werden an ihren Führern sie au, meisten
schätzen. So ungefähr entspricht das auch bestimm
ten Berufen; die ersten dem Adel (soweit er als Grund
besitzer und Militär gesondert hervortritt) und dem
Beamtentum, das freilich auch der Intelligenz und
Arbeit bedarf; deutlicher eignen Besitz und Intelligenz
vereint speziell den wirtschaftlichen Führern, Indu
strie-Kapitänen, technischen Leitern. Diese Gruppen
liefern auch die sogen. „Staatsmänner" in einenr enge
ren Sinne; während die freien Berufe, die Parlamen-
tarier, die Parteiführer zu Arbeitskraft und Redner
talent natürlich auch der Intelligenz bedürfen. Sv
wenig sich solche Einteilungen genau durchführen las
sen, so scheinen sie mir doch wertvoll, um zu zeigen,
daß es mit der Aufstellung eines einzigen Führerideals
nicht getan ist und wir Aristagen in allen den hier an
gedeuteten Gruppen zu suchen haben werden.