Full text : Organisation

III.  Das  Führerproblem.

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v.  d.  P  s  o  r  d  t  e  n,  Organisation.

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allen  loszusagen  meint,  der  hat  in  Wahrheit  meist  nur
seine  Autoritäten  gewechselt.
Dagegen  ist  nun  von  den  praktischen  Führern  oder
„Anführern"  kurzweg  Anderes  und  Spezielles  zu  verlangen. ­
  Hier  ist  der  Ort  z.  B.  für  Foersters  Forderungen ­
  (S.  31  f.):  Selbstbeherrschung;  soziale  Kultur,  insbesondere ­
  die  Fähigkeit,  sich  in  den  Seelenzustand  des
Gehorchenden  hineinzuversetzen;  endlich  Unzweideutigkeit, ­
  Kürze,  Präzision  der  Anordnungen.  Dazu  die  volle
Übernahme  der  Verantwortlichkeit  bei  der  Führerhandlung,
  die  schon  daraus  folgt,  daß  der  „Anführer"
(wie  etwa  ein  Bergführer  als  Typus)  ja  die  Wege  zum
Ziele  am  besten  zu  kennen  überzengt  ist.  Das  alles  ist
richtig  und  wichtig;  und  dennoch  scheint  mir  das  letzte
Geheimnis  noch  in  etwas  anderem  zu  liegen,  in  der
schwierigen  Frage  der  Gefühls-  und  Willensübertragung
von  einem  Menschen  zu  anderen.  Darin  steckt  etwas  von
Suggestion,  wenn  man  das  Wort  nicht  in  krankhaftem ­
  Sinne  nimmt;  von  ansteckender  Wirkung,  von
Unausgesprochenem  und  vielleicht  Unsagbarem.  Tatsache ­
  ist,  das;  es  Menschen  gibt,  die,  gleichgültig  was
sie  fordern,  Nachfolge  und  Anhänger  finden;  diese
sagen  und  fühlen  einfach:  „wo  du  gehst,  da  will  ich  auch
hingehen";  und  rein  intellektuell  ist  diese  persönliche
suggestive  Kraft  jedenfalls  nicht.
Ich  habe  an  anderer  Stelle  die  psychologische  Seite
der  Gefühlsübertragung  behandelt";  ganz  allgemein
entzündet  sich  Gefühlswärme  an  ebensolcher,  mag  der
Gegenstand  sein  welcher  er  will.  „Begeisterung"  läßt
immer  Spuren  im  Hörer  zurück  und  eine  „dynamische"
Wirkung  strahlt  von  starken  Gefühlen  auf  die  anderen
aus.  Hier  aber  handelt  es  sich  um  eine  Willens  über ­
            
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