252
Warenhandel für eigene Rechnung.
y) es wird nur der Saldo desFilialkontokorrent-Kontos bzw.
des Kapital-Kontos der Filiale unter den Debitoren oder Kre
ditoren der Vermögensbilanz des Gesamtgeschäftes aufgenommen.
ö) Man kann Aktiva und Schulden der Zweiggeschäfte
summarisch anführen (z. B. Aktiva der Filiale nach besonderer
Aufnahme).
2. ß) Jede Filiale dient dem Erwerbszweck der Unter
nehmung. Sie kann selbständig, äußerlich unabhängig vom
Hauptgeschäft, die gleiche Tätigkeit wie dieses ausüben (Zweig
geschäft im Ausland, Bankfilialen). Oder sie kann die Unter
nehmerarbeit des Hauptgeschäftes unterstützen, z. B. Einkaufs-
filialen und Einkaufshäuser der Importeure, Verkaufsfilialen wie
Detailgeschäfte, Fabrikniederlagen u. ä.
In den Büchern der Filiale müssen, abgesehen von der Ver
buchung der Geschäftsvorfälle, die Reehnungsverhältnisse mit
dem Hauptgeschäft klargelegt werden. Das Konto des Haupt
geschäftes, des Stammhauses, ersetzt das Kapital-Konto. Die
Beziehungen zwischen Filialen und Stammhaus eines Waren-
bzw. Fabrikationsgeschäftes stellt das folgende Schema dar.
Abgeliefert Konto des Hauptgeschäftes. Empfangen
Überweisungen von Geld, Wechsel.
Debitoren-Konto: Unmittelbare Zah
lungen von Filialkunden an das
Stammhaus.
Retourwaren an die Zentrale.
Schlußkäjpital.
Kapital der Filiale.
Waren, Geld .... vom Stammhaus
empfangen.
Kreditoren: vom Stammhaus be
zahlte Lieferantenrechnungen.
UuÄosjeuanteil der Filiale.
Zinsen auf das Kapital.
Reingewinn.
Zulässig ist eine Zerlegung des Kontos des Hauptgeschäftes
in ein Kapital-Konto Stammhaus und in ein Kontokorrent-
Konto Stammhaus.
3. Detailgeschäft. Die Verbindung eines Großhandels- mit
einem Kleinhandels- oder Ladengeschäft wird in den Büchern
des Großgeschäftes auf einem Sonder-Konto des Detäilgeschäfts
dargestellt.