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Der Wert derTschechenkronelKe — 44,58 mg Feingold, der ihr durch
die „gesetzliche Stabilisierung" vom Oktober 1929 beigelegt worden war, wurde
im Februar 1934 auf 37,15 mg Feingold festgesetzt. Durch eine 3. Abwertung
(Oktober 1936) erfolgte eine weitere Minderung des Goldgehalts der Tschechen
krone auf 31,21 mg Feingehalt.
2. Die Dank von Englands
äs Entstehung und Entwicklung
Die größte Notenbank der Welt ist die nach dem Plane des Schotten
William Patterson im Jahre 1694 gegründete Bank of Eng
land. Wie manche andere Zentralbank, und wie die alten italienischen
Banken, verdankt auch die „Old Lady of Threadneedle Street" ihre Ent
stehung der mißlichen Lage des Staatskredits: 1694 nahm der englische
Staat eine Anleihe von 1 200 000 £ auf; die Staatsgläubiger bildeten eine
Korporation unter dem Namen: „The Governor and the Company of the
Bank of England", die das Privileg erhielt, Noten auszugeben und Bank
geschäfte zu betreiben.
Bis 1826 war die Bank von England die einzige Aktienbank (solnt
stock bank) des Landes, bis 1835 die einzige Londons. 1844 erfolgte
eine Reorganisation der Bank. Dadurch, daß alle englischen Banken und
Schrifttum: P. Aretz, Die Entwicklung der Diskontpolitik der Bank
von England 1798—1850. Berlin 1916. Fritz B u r k a r t, Die fünf großen
englischen Depositenbanken. Basel 1925. Marie Dessauer, Die Big Five.
Stuttgart 1933. Dierschke-Müller, Die Notenbanken der Welt. Berlin
1926. T. E. Gregory, Select Statutes, Documents and Reports relating
to British Banking, 1832—1928. London 1929. O. Hulftegger, Die Bank
von England. Zürich 1915. K ä p p e l i, Der Notenbankausweis in Theorie
und Wirklichkeit. Jena 1930. Ernst Kiok, Entwicklungstendenzen und gegen
wärtige Lage des englischen Bankwesens. Breslauer Diss. Breslau 1929.
W. Leas, Banking. 4.Aufl. London 1928. L. Liepmann, Der Kampf um
die Gestaltung der englischen Währungsverfassung 1819—1844. Berlin 1933.
H. Hohlfeld, Die englisch-amerikanischen Geldmarktbeziehungen unter dem
Goldstandard. Stuttgart 1936. T r u p t i l, Be systfeme bancaire anglais et la
place de Londres. Paris 1935. Adolph Wagner, Geld- und Kredittheorie
der Peelschen Bankakte. Wien 1862. Adolf Weber, Depositenbanken und
Spekulationsbanken. 3. Aufl. München 1922. Committee on Finance and Industry
(Macmillan Report) London 1931. Journal of the Institute of Bankers (monatlich
erscheinend). London.