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Die Buchung für die O-Bank lautet genau so.
Für die Haftung, die die Konsortialführerin selbst zu übernehmen hat,
bucht sie:
Per Internes Wechselanteilkonto Müller A.-G.
An Kreditkonsortium der Müller A.-G.
unsere anteilige Haftung an den am 24.7. er. diskontierten NM 1000 OVO.—
per 24. 10. er.
RM 500 000.— Val. 24. 10, er.
Der Diskontgewinn (Differenz zwischen genommenem und ge
gebenem Zins) wird den Konsorten durch folgende Buchung gutgeschrieben:
Per Wechsel-Zinsen-Konto
An L-Bank
anteiliger Diskontunterschicd auf diskontierte RM 1 000 000.—
RM 950.— Val. 24. 7. er.
Die Buchung für die 6-Bank ist analog.
Bei Erhalt des Briefes buchen die L-Bank und die O-Bank:
Per Internes Wechselanteilkonto Müller A.-G.
An L-Bank Wechselanteilkonto Müller A.-G.
unsere anteilige Haftung an den am 24.7.er. diskontierten RM 1000 000.—
per 24. 10. er.
RM 250 000.— Val. 24. 10. er.
Weiter buchen die beiden Konsortialbanken:
Per L-Bank
An Provisionskonto
anteiliger Diskontunterschied an den diskontierten RM 1 000 000.— per
24. 10. er. Akzept der Müller A.-G.
RM 950.— Val. 24. 7. er.
Ist der Fälligkeitstermin herangekommen, so ist durch Prolonga
tion bereits Deckung geschaffen worden. Auf den Anteilskonten er
folgen bei Einlösung des Wechsels die notwendigen Gegenbuchungen und
Neuausbuchungen mit entsprechender Valuta.
Der geschilderte Vorgang wiederholt sich so lange, bis die Gesellschaft in
die Lage kommt, die Wechsel insgesamt oder ratenweise einzulösen.
3.
Die nachfolgend skizzierte Art der Konsortialbildung erfolgt initunter,
um eine vor dem Konkurs stehende Firma zu retten. Durch Sanie
rung der Firma sucht die Bank die durch einen Konkurs entstehenden Ver
luste zu verhüten bzw. zu verringern.
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