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Aus der Bilanz vom 31. Dezember 1926: Passiva: Grundkapital 1,6,
Rücklage 0,25, Obligationen 3,0, Nostroverpflichtnngen 19,0, Depositen 10,1,
Kontokorrentgläubiger 21,6 Millionen RM. Aktiva: Guthaben bei Noten-
und Abrechnungsbanken 1,6, Guthaben bei sonstigen deutschen Banken 14,6,
Wechsel, Schatzwcchsel und Schecks 23,0, eigene Wertpapiere 3,4, Schulden in
lausender Rechnung 9,2, Dauernde Beteiligungen 3,2, Gebäude und Grundstücke
0,6 Millionen RM.
kr. Die Braunschweigische Staatsbank.
Zweck der Braunschweigischen Staatsbank ist, „verfügbare Gelder für
den Real-, Personal- und öffentlichen Kredit nutzbar zu machen und in den
Formen des Bankgeschäftes jedermann Gelegenheit zur sicheren Belegung,
Verwahrung und Verwaltung seines Vermögens zu geben: Sie treibt alle
wesentlichen Bankgeschäfte und im Rahmen des Staatsbankgesetzes vom
20. Dezember 1919 den Real-, Personal- und öffentlichen Kredit.
Da die Bank unmittelbar aus der 1765 gegründeten Leihhaus
anstalt hervorgegangen ist, ist sie eine der ältesten Banken Deutsch
lands und zugleich das älteste deutsche Bodenkrcditinstitut.
Die Staatsbank wird verwaltet
1. durch das Direktorium; es besteht aus dem Finanzpräsidenten
und 2 Oberfinanzräten;
2. durch den Verwaltungsrat; er setzt sich zusammen aus dem
Vorsitzenden des Aufsichtsrats, der den Vorsitz führt, 5 weiteren, voni
Aufsichtsrat gewählten Mitgliedern und den Mitgliedern des Direk
toriums;
3. durch den Aufsichtsrat; er besteht aus 26, auf die Dauer von
je 3 Jahren gewählten Mitgliedern.
Bilanz vom 81. März 1926: Grundvermögen 2,5, Pfandbriefe 4,7, Gläubiger
50,9, Kasse 5,2, Wechsel 9,9, Guthaben bei Banken 14,3, Hypotheken 7,2, Hypo-
thcken-Aufwertungsmasse 8,9, Goldkommunaldarlehen 5,7, Schuldner 19,3, Be
teiligungen 1,9, Grundstück 1,6 Millionen RM.
Anhang: Die Bank von Danzig.
Die Freie Stadt Danzig hat das ihr ausschließlich zustehende Recht zur
Ausgabe von Geldscheinen für die Zeit vom 1. Januar 1924 bis 31. De-