Goldproduktion der Welt in Tonnen.
1895
299
1914
661
1922
480
1900
383
1915
708
1923
549
1905
572
1916
683
1924
583
1910
685
1919
550
1925
593
1913
768
1921
497
Der zeitweise Rückgang der Goldproduktion seit 1916 hatte seine Ursache
in dem Arbeitermangel und den ständig wachsenden Betriebskosten, so daß
mehrere erzärmere Minen stillgelegt werden mußten.
Die Silberproduktion betrug 1922 210, 1923 246, 1924 239, 1925 245
und 1926 243 Millionen Unzen.
Die drei großen amerikanischen Gesellschaften: die American Smelting and
ReHning Company, die Anaconda Copper Mining Company und die United States
Smelting and Reßning Company beherrschen rund 55 % der Jahresproduktion
der Welt. Die Gesellschaften verkaufen in der Regel ihr Silber in Erzform an
die Hütten, und diese decken sich ihrerseits derart, daß sie gegen die aufgenomme
nen Posten gleiche Mengen verkaufen.
Die Weltnotierungen setzen in London die „big tour“ (die vier großen Makler
häuser) fest, die zugleich Händler und Weltmakler sind.
Von dem jährlich neu produzierten Silber verwenden die euro
päischen Kulturländer zur Münzprägung nur etwa 6 %, ju industriellen
Zwecken etwa 34 0/g. Der Rest (60 °/ 0 ) wird von den asiatischen Silber-
konsumenten aufgenommen.
Die monetären Goldbestände der Welt, d.h. die Goldmünzen,
die sich tatsächlich im Umlauf befinden und die Goldbestände, die zur
Deckung umlaufenden Papiergeldes dienen, betragen 41,3 Milliarden RM.
Hiervon kommen auf die Vereinigten Staaten von Amerika etwa 47 %.
4. Ldelmetallvcrwendung.
Welche Verwendung das ncuproduzierte Edelmetall findet, läßt sich
genau statistisch nicht ersassen. Fest steht, daß alljährlich ein großes
Quantum des zur Vermünzung verwendeten Goldes wieder cingeschmolzeu
wird und industriellen Zwecken dient.
Nach Schätzungen des amerikanischen Münzdirektors belief sich für
1908 der i n d u st r i e l l e Goldverbrauch auf 478 Millioucn Mark, d. h.
also: nur etwa s / 4 des neu gewonnenen Goldes dienen schließlich mone-
tärcn Zwecken, 1 U fällt dem Schmelzticgel der Industrie zum Opfer.
Nach Schätzungen von 1913 konsumierte die Industrie etwa r/, der jähr-
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