Full text : Kapitalismus und Sozialismus

Dos  Risiko  des  Lohnarbeiters

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werden  können.  Das  hätte  schon  längst  zum  wirtschaftlichen  Zusammenbruch ­
  der  betreffenden  Bahnen  geführt,  wenn  die  amerikanische ­
  Gesetzgebung  nicht  für  den  Eintritt  dieses  Ereignisses,  um  auf
jeden  Fall  den  Betrieb  der  Bahnen  aufrechtzuerhalten,  besondere
formen  der  Zwangsverwaltung  vorgesehen  hätte.
Zwischen  den  beiden  eben  erwähnten  Gesichtspunkten  gilt  es  in
der  Praxis  einen  Ausgleich  zu  suchen,  und  er  wird  auch  regelmäßig
gefunden.  Unternehmungen,  die  von  der  hierbei  sich  ergebenden  Norm
für  das  Verhältnis  zwischen  fix  entschädigtem  und  eigenem  Kapital
abweichen  wollen,  werden  das  mehr  verlangte  fremde  Kapital  nur
unter  erschwerten  Bedingungen  heranzuziehen  imstande  sein.  Und
die  Geldgeber,  die  über  das  übliche  Verhältnis  hinaus  einem  Unternehmen ­
  Kredit  gewähren,  haben  es  ihrer  eigenen  Unvorsichtigkeit
zuzuschreiben,  wenn  sie  daran  Verluste  erleiden.  Sn  der  Kegel  aber
wird  das  Vorhandensein  des  eigenen  Unternehmungskapitals  Schutz
gegen  Kapitalverluste  geben.
Koch  deutlicher  als  in  diesem  Falle  zeigt  sich  die  Verkehrtheit
der  vorhin  erwähnten  Anschauung,  wenn  man  die  Lage  des  Lohnarbeiters ­
  mit  der  des  Unternehmers  vergleicht,  kvenn  ein  Unteruehmen
  zugrunde  geht,  so  können  allerdings  die  bisher  darin  beschäftigt ­
  gewesenen  Arbeiter  unter  Umständen  Schwierigkeiten  haben,
neue  Stellen  zu  finden,  so  etwa,  wenn  es  sich  um  die  einzige  größere
Unternehmung  in  einem  kleinen  Grte  handelt.  Stellenwechsel,  die
die  Arbeiter  aus  diesem  Grunde  vornehmen  müssen,  können  sich  aber
ebensogut  auch  ohne  jeden  Verlust  für  sie  vollziehen,  kvie  der  Arbeiter ­
  vorher  für  seine  Leistung  den  Lohn  erhielt,  aus  den  er  nach
der  jeweiligen  Lage  des  Arbeitsmarktes  Anspruch  machen  konnte,  so
wird  er  auch  nachher  wieder  denselben  Lohn  erhalten,  wie  gering
der  Arbeiter  die  mit  jedem  Stellenwechsel  verbundene  Gefahr  der
Arbeitslosigkeit  achtet,  das  sehen  wir  ja  deutlich  aus  der  außerardentlichen
  Leichtigkeit  und  Häufigkeit,  mit  der  in  manchen  Gewerben ­
  heute  die  Stellen  gewechselt  werden  —  im  Kohlenbergbau
bes  Kuhrgebiets  betrug  der  Stellenwechsel  vor  dem  Kriege  jährlich
            
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