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1,4. Der Sozialismus
führendes Verwaltungskollegium", wie das Bebel tut, ändert au
dem Wesen der Sache nichts.
Ebenso wie aus die Freiheit der Arbeit, legt der Kommunismus
auch auf die Aufrechterhaltung der Freiheit des Konsums keinen
Wert mehr. Der Staat bestimmt, was jeder Bürger bekommt und was
er verzehren darf. So wird auch in dem Entwurf einer Denkschrisi
zur Sozialisierung Sachsens, der Anfang 1919 von Dr. Gtto Neurath,
w. Schumann und h. Rranold veröffentlicht wurde, jedem
Sachsen die Zuordnung einer Mindestmenge von Wohnung,
Nahrung, Kleidung, Bildungs- und Vergnügungsmöglichkeiten ti*
Aussicht gestellt. Der kommunistische Staat braucht unter diesen Umständen
auch die Einrichtung des Geldes nicht mehr. Denn die Bedeutung
und die Notwendigkeit des Geldes wurzelt ja wesentlich darin,
datz das Geld die Freiheit des Konsums verbürgt.
Was der Kommunismus für die Aufgabe der wirtschaftlichen Freiheit
verspricht, das ist also Sicherung der ökonomischen Existenz aller
und Herstellung einer nahezu vollständigen ökonomischen Gleichheit
unter den Menschen.
Der Kommunismus in diesem Sinne ist die älteste und urwüchsigste
Form des Sozialismus. Seitdem der Engländer Thomas Morus
an der Schwelle der Neuzeit im Zähre 1516 in seiner Schilderung
der Zustände auf der Insel Utopien zum ersten Male das 6$
eines kommunistischen Gemeinwesens entworfen hat, sind zahlreich^
ähnliche Schilderungen des kommunistischen Zukunftsstaates entstanden.
vor allem seit dem 18. Jahrhundert werden sie immer häufiger.
1766 macht der Franzose Morellp in seinem Code de l a
Nature sogar zum ersten Male den versuch, die Einrichtungen ein^
kommunistischen Gemeinwesens als Paragraphen eines Gesetzbuchs
zu formulieren. Unter dem Einflüsse Morellps hat auch GracchU^
Babeuf 1796/96 feinen bekannten versuch unternommen, der grotz^
Französischen Revolution eine ihr an sich fremde Richtung zum Sozialismus
hin zu geben. Allein die Verschwörung des Babeuf wur^