Die Betriebsarbeit.
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und Gleichrichtung aller Einzelverrichtungen, um ein reibungsloses Arbeiten im Hinblick auf
den betrieblichen Zweck zu erreichen; Arbeits- und Zeitpläne, Terminüberwachung, Abtei
lungszusammenfassung, Überwachung und Sicherung der Ergebnisse und der Tätigkeit sind
ihr Ausdruck.
Die Überwachung und Instandhaltung der Betriebseinrichtungen wie auch die Über
wachung der betrieblichen Tätigkeit selbst wird auch häufig als Verwaltung bezeichnet.
Eine genaue Trennung von organisatorischer und verwaltender Arbeit ist jedoch weder mög
lich noch nötig, doch gibt es bestimmte Gebiete, welche wohl vorzugsweise als Verwaltung
angesprochen werden können: so die Hausverwaltung, welche die Instandhaltung der Bäume
und Einrichtungen zu überwachen und den inneren Verkehr zu regeln hat, die Schriftgutver
waltung (Begistratur), die für eine ordnungsgemäße Aufbewahrung der Bücher und Schriften
des Betriebes sorgt, die Personalverwaltung, die den Zu-und Abgang des Personals, die Aus
stellung von Ausweisen, Zeugnissen und sonstigen Bescheinigungen (Krankenschein, Urlaubs
schein, ünfallmeldungen u. a.) sowie die Betreuung der Personalakten erledigt. Auch die
Frage der Höhe der Löhne und Gehälter und der Aufbesserungen wird oft auf Grund der
Aktenkenntnis in der Personalverwaltung verfolgt, oft werden von ihr auch die Löhne und
Gehälter selbst errechnet und ausgezahlt; besonders in Klein- und Mittelbetrieben ist diese
Verbindung anzutreffen.
e) Mit den Fragen der Verwaltung und Organisation ist in vieler Hinsicht eng
verbunden die Personal- und Werkspflege, die besser als betriebliche Sozial
politik uxnrissen wird.
Hier sind vor allem die Fragen der Ausgestaltung der Arbeitsräume und Geräte, der Un
fallverhütung und Gesundheitsfürsorge, der Sorge für körperliches und seelisches Wohl
befinden (Kasino, Kantine, Vereine, Pensionen u. a.) zu behandeln; Haus- und Werkszeitun
gen, Auszeichnungen, Zusammenkünfte, gemeinsame Beisen, Hausbücherei und Hausschulen,
Werkswohnungen und -krankenkassen sollen zu diesem Ziele beitragen.
Die vorstehende Kennzeichnung der kaufmännischen Grund- und Nebenarbeit
ist nach drei Seiten hin zu ergänzen: Erstens bildet die Eigenart der einzelnen
Gebiete der kaufmännischen Arbeit Grundlage und Voraussetzung zugleich für
die betriebliche und persönliche Arbeitsspaltung (-teilung). So entstehen die
selbständigen Betriebe der Agenten, Kommissionäre und Makler beim Einkauf und
Verkauf, von Werbefachleuten und Organisatoren für die entsprechenden Gebiete;
Banken besorgen denZahlungs- undKreditverkehr; Spediteure, Verkehrsanstalten
und Versicherungsgesellschaften übernehmen den Transport und die Versicherung
der Ware. Doch auch in persönlicher Beziehung bilden sich die Typen des Ein
käufers, des Verkäufers, des Buchhalters, des Kassierers, des Personalchefs und
des Organisators heraus — neben dem eigentlichen Kaufmann, dessen Aufgabe und
Arbeit (wie wir nicht vergessen wollen) der Kauf und Verkauf von Waren ist. Wie
die einzelnen Arten der kaufmännischen Grund- und Nebenarbeit besonderen In
halt haben, so unterscheiden sich die genannten Typen der Kaufleute durch
Charaktereigenschaften, Kenntnisse und Fähigkeiten, die zugleich verhindern, daß
sie untereinander leicht austauschbar sind (vgl. B und C).
Zweitens; deutet die Unterscheidung zwischen kaufmännischer Grund- und
Nebenarbeit darauf hin, daß letztere in jedem Handelsbetrieb, im kleinsten wie im
größten, anzutreffen ist, wenn der Handelsbetrieb sein Ziel verfolgt, Waren zu
kaufen und zu verkaufen. Das hat folgende Bedeutung: selbst in kleinsten Be
trieben ist die Menge der Arbeit meist so groß, daß eine Person (der Inhaber) sie
nicht allein bewältigen kann und daher auch seine Mitarbeiter kaufmännische Arbeit
leisten, also grundsätzlich das tun, was auch der Inhaber tut oder tun müßte, wenn
er es könnte. Das erklärt die Tatsache, daß man die Handlung erlernen und vom
Lehrling zum Kaufmann aufsteigen kann: der kaufmännische Lehrling erlernt die
Arbeit des Kaufmanns (vgl. demgegenüber den Arbeiter in der Fabrik).
Drittens ist zu vermerken, daß die kaufmännische Arbeit mit der Entwicklung
zum Großbetrieb anwächst. Aber es ist die Frage, ob die einzelnen Teile der kauf
männischen Grund- und Nebenarbeit in gleichem Maße zunehmen, daß das Ver
hältnis zwischen den beiden Arten immer gewahrt bleibt. Das ist für gewöhnlich