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so dürften die tatsächlich drüben in Geltung gewesenen
Markkurse nicht viel anders gelautet haben, als die Dia
gramme zeigen. Vielleicht hat dauernd eine gleichbleibende
Differenz dadurch bestanden, daß man drüben stets einen
höheren oder niedrigeren Satz als in Berlin angewandt hat.
Auch insofern waren die Kurse vielleicht anders, als nicht
anzunehmen ist, daß man den pence-t. t.-Satz Monate hin
durch auf derselben Preisstufe stehen ließ und den viel ge
ringere Bedeutung besitzenden Mark-t, t.-Satz fast täglich
änderte, wie das in Berlin entsprechend dem deutsch-eng
lischen Wechselkurse geschehen ist.
Diese Verhältnisse, die Deutschland ziemlich zu ver
nachlässigen scheinen, drängen die Frage auf, wie wohl die
Mark-Notiz ausgefallen sein würde, wenn eine wirkliche
Preisbildung für Mark-Wechsel vor sich gegangen wäre. So
wie die Dinge bis jetzt liegen, kann man die Mark-Notiz
überhaupt nicht als Wechselkurs im gewöhnlichen Sinne an
sprechen; es ist gewissermaßen ein Verrechnungspreis, der
sich aber nach außerhalb der Sache liegendenVerhältnissen,
nach den Zahlungsbilanzen England/Asien und England/
Deutschland richtet, dem Verhältnis Asien/Deutschland an
scheinend also nicht gerecht wird. Das kann für den
deutsch-asiatischen Zahlungsverkehr allgemein ausgedrückt
günstig, ungünstig oder gleichgültig sein, günstig, wenn z. B,
pence-t, t. und Berlin-London in der Nähe der Parität stehen
und gleichzeitig das Forderungsverhältnis zwischen Deutsch
land und Asien einen extremen Kurs bedingen würde, un
günstig im umgekehrten Falle und gleichgültig, wenn nir
gends Extreme vorliegen.
An dieser Stelle muß nun auf ein Ergebnis der Wechsel-
kursuntersuchung von Schär 1 ) eingegangen werden, das
durch die Technik der hier beigefügten Diagramme beson
ders deutlich geworden ist. Schär hat die Wechselkurse
einer Reihe von Plätzen, wie schon früher erwähnt, gleich
namig und dadurch unmittelbar vergleichbar gemacht und
kommt durch eine Untersuchung der Ziffern zu folgendem
Ergebnis: „Hieraus ergibt sich die hochinteressante Tatsache,
daß die internationalen Wechselkurse sich im Gleichgewicht
1) Schär, Zahlungsbilanz und Diskont, Berlin o, J, (Sept, 1908).