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Rückgang ihres Absatzes an. Sonst hatte sie eigentlich auch
keine Veranlassung, eine solche fundamentale, äusserst kostspielige
und dabei zu Anfang noch nicht einmal sichere Aussicht
auf Erfolg bietende Aenderung zu treffen. Dass natürlich die
höheren Kosten des Fassgeschäfts (nachträglich, als man schon
Erfahrungen gesammelt hatte, berechneten Brackel-Leis (S. 380)
eine Differenz von Mk. 2.22 per IOO kg zugunsten des Tankbe
triebes) und seine Umständlichkeit auch mit zu diesem Entschluss
beitrugen, ist selbstverständlich. Vollends den direkten Verkauf
an die Konsumenten hat die D.-A. P.-G. mehrmals öffentlich mit
aller Bestimmtheit als nicht in ihrer Absicht liegend erklärt. Es
ist wohl anzunehmen, dass sie dies nicht gewagt haben würde,
wenn sie sich doch mit dem Hintergedanken der Uebergehung
und Ausschaltung auch der Kleinhändler trüge. Am genauesten
hat sie m. W. ihre Gründe und Absichten präzisiert in einer
unterm 7. März 1904 an das Königlich Sächsische Ministerium
des Innern gerichteten Eingabe. Die betreffende Stelle ist sehr
interessant und möge hier folgen: »Der Grund für den Rückgang
unseres Absatzes liegt vornehmlich in der seit Jahren in stets
gesteigertem Masse gegen uns geübten unlauteren Konkurrenz.
Ein grosser Teil der Zwischenhändler mischt amerikanisches
Petroleum mit russischem, galizischem oder rumänischem, verkauft
diese Mischung ohne Herkunftsbezeichnung, als »Prima Petroleum«
oder gar als »Amerikanisches Petroleum« .... Der Detaillist
und Konsument befindet sich dann im Glauben, wie wir oft fest
gestellt haben, bestes amerikanisches Petroleum zu erhalten, und
bezahlt auch vielfach den vollen Preis für solches, sodass in diesen
Fällen der Zwischenhändler allein den Vorteil zum Schaden der
Konsumenten in die Tasche steckt.«
»Hiergegen können wir uns nur dadurch schützen, dass wir
den Verkauf an die Detaillisten mittels Strassenwagen selbst be
sorgen, was, soweit möglich, durch Vermittelung der lokalen
Grossisten geschieht. Wir schaffen dadurch uns die Garantie
dass unser Petroleum unverfälscht bis zum Detaillisten gelangt,
und geben zugleich diesem die Sicherheit, dass er wirklich die
Ware erhält, für die er bezahlt.«
»Wir betonen ausdrücklich, dass es nicht der Fall ist, dass
wir den Grossisten an uns binden, nur von uns zu kaufen. Eben
so ausdrücklich betonen wir, dass wir nicht an Konsumenten (aus
genommen Eisenbahnen, Garnison-Verwaltungen und einige grosse