Literatur.
Die Literatur über den Buddhismus ist ganz unübersehbar.
Das gesamte Gebiet des Buddhismus hat behandelt Isidor
Silbernagl, Der Buddhismus nach seiner Entstehung, Fort
bildung und Verbreitung. München 1891; 2. Auflage 1903; ein
völlig unbrauchbares Buch. Für weitere Kreise hat in knappster Form
dasselbe versucht H.Hackmann, Der Buddhismus (----Religions
geschichtliche Volksbücher für die deutsche christliche Gegenwart
III. Reihe, Heft 4—5 und 7). 3 Teile. Halle a. S. 1905. 1906.
Eine Übersicht über das ganze Gebiet gibt auch Edv. Lehmann,
Buddha, haus leere og dens gaerning. K0benhavu 1907. Sonst
hat ein größeres Gebiet nur noch behandelt: Friedrich Köppen,
Die Religion des Buddha. 2 Bände. Berlin 1857. 1859. Der
2. Band behandelt die lamaische Hierarchie und Kirche. Köppens
geistreiches und fesselndes Buch ist im ersten Band jetzt zwar in
vielen Einzelheiten veraltet, aber immer noch lesenswert und ver
dienstlich, im zweiten Bande noch unübertroffen. Ein anastatischer
Neudruck erschien Berlin 1905. Den Buddhismus in Indien in
seiner Entwicklung behandelt Heinrich Kern, Der Buddhismus
und seine Geschichte in Indien. Vom Verfasser autorisierte Über
setzung von Hermann Jacobi. 2 Bände. Leipzig 1882. 1884.
In kürzerer Bearbeitung: Manual of Indian Buddhism. Straß
burg 1896 (= Grundriß der indo-arischen Philologie und Alter
tumskunde. III. Band, 8. Heft).
Für den südlichen Buddhismus waren von großer Bedeutung
die auf singhalesischen Werken beruhenden Arbeiten von R. Spence
Hardy, Eastem Monachism. London 1850 1 ), und A Manual
of Buddhism. London 1853 *); 2. Aust. 1880. Sie sind noch heute
dem Spezialforscher unentbehrlich. Auf Grund der Pali-Quellen
behandelte zuerst den Buddhismus wissenschaftlich T. W. Rhys
Davids, Buddhism. London 1877. Nach der 17. Auslage wurde
das Buch ins Deutsche übersetzt von Arthur Pfungst, Der
1) Beide Bücher weisen auf dem Titelblatt auch das Jahr 1860 aus.
ANnN 109: Pischel, Leben und Lehre des Buddha. S. Auf! 9