Full text : Kurzer Bericht über Arbeiten zu Eignungsprüfungen für Flieger-Beobachter

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W.  Binary.

[16,  297]

dem  Platz  ersetzt  werden,  er  den  Bogen  mit  den  Komplexfiguren
mit  ins  Flugzeug  bekommt,  und  nach  jedem  Einzeichnen  durch
Äbschiersen  einer  Leuchtkugel  das  nächste  Sichtzeichen  anzüfordern
  hat.  So  wird  sichergestellt,  dafs  vor  Beginn  der  Prüfung
im  Flugzeug  alles  genau  verstanden  ist.
Für  den  Versuch  im  Flugzeuge  kann  das  Auslegen  der
Sichtzeichen  auf  dem  Platz  mit  Infanterieflieger-Tüchern  oder
mit  Brettern  erfolgen.  Sind  keine  weifs  gestrichenen  Bretter
vorhanden,  so  kann  man  die  weifse  Farbe  durch  Aufheften  von
Zeitungspapier  genügend  deutlich  machen.  Das  Auslegen  der
Sichtzeiehen  ist  leicht  einzuüben,  die  Veränderung  des  ausliegenden ­
  Zeichens  in  das  nächste  kann  mit  Tüchern  von  zwei,
mit  Brettern  von  einem  Mann  in  wenigen  Sekunden  ausgeführt
werden.  Vor  dem  ersten  Zeichen  wurde  ein  T  ausgelegt,  so,
dafs  der  Prüfling  die  Anlegestelle,  die  ich  ihm  auch  vorher
von  der  Halle  aus  genau  zeigte,  während  des  Aufsteigens  im
Auge  behalten  konnte.  Das  Auslegen  des  ersten  Sichtzeichens
wird,  wenn  das  Flugzeug  in  der  nötigen  Höhe  aus  der  Geraden
über  den  Platz  zurückkommt,  durch  Leuchtkugel  angefordert.
Das  Flugzeug  wurde  stets  von  demselben  Führer  gesteuert,  einem
Fluglehrer,  der  genau  mit  der  Aufgabe  vertraut  war.  Es  wurde
in  500-  -1000  m  Höhe  geflogen,  wo  die  Zeichen  deutlich  sichtbar
waren.  Es  war  verabredet,  dafs  jedes  Zeichen  höchstens  5  Minuten ­
  ausliegt;  ist  dann  noch  kein  neues  augefordert,  so  wird
das  nächste  ausgelegt,  ist  es  das  letzte,  so  wird  es  in  das  „Nachhausezeichen“ ­
  geändert  (  ).  Wenn  nötig  ist  der  Prüfling
genau  über  den  Gebrauch  der  Leuchtpistole  im  Flugzeug  anzuweisen; ­
  man  mufs  darauf  achten,  dafs  es  gut  sichtbare  Leuchtkugeln ­
  sind,  da  sonst  leicht  Irrtümer  entstehen.  Es  müssen  genügend ­
  Patronen  mitgegebeu  werden,  damit  bei  einem  Versager
sofort  eine  zweite  abgeschossen  werden  kann.  Das  Blatt  mit
den  Figuren  wird  mit  Reifszwecken  auf  einem  dünnen,  glatten
Brett  von  entsprechender  Gröfse  aufgezogen  und  so  mitgegeben,
aufserdem  ein  doppelseitig  gespitzter  Buntstift.
Der  Versuch  im  Zimmer  wird  stets  vor  dem  im  Flugzeug
durchgeführt.  Es  soll  vor  allem  durch  den  Vergleich  der  Ergebnisse ­
  ermittelt  werden,  wie  die  Verhältnisse  beim  Fliegen  die
Leistung  beeinflussen.  Ich  halte  es  für  wesentlich,  dafs  der  Prüfling ­
  dabei  aus  dem  Flugzeug  heraus  zu  beobachten  hat,  da  er
sonst  von  den  besonderen  Einwirkungen  des  Fliegens  nicht  so
            
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