Full text: Das Retablissement Ost- und Westpreußens unter der Mitwirkung und Leitung Theodors von Schön

Fonds der 3 Millionen, soweit derselbe zureicht, auf Höhe der von 
Ihnen in Antrag gebrachten 600000 rth. entnehmen können. Der 
Aufkauf wird am angemessensten durch die Seehandlung geleitet 
werden, mit welcher darüber eine besondere Uebereinkunft zu treffen, 
Ich Ihnen überlaße. 
3, Will Ich behufs eines Vorschußes bis auf Höhe von . . . 160000 rth. 
zur Deckung der in den Terminen von Weihnachten 1824 bis Juny 
1826 etwa ausbleibenden Zinsen mit der bey Ostpreußen festgesetzten 
Maasgabe bewilligen. 
Die Vorschüße zu 2. und 3. werden vom Tage des Empfanges 
an zu 4 Procent verzinset. Ich habe übrigens die in der Verordnung 
vom 13. December 1821 vorbehaltene Bestimmung rücksichtlich der 
vom Johannis Termin 1826 ab einzulösenden ältern Zins Coupons 
laut abschriftlich anliegender an den Minister des Innern gerichteten 
Ordre heute besonders erlaßen. 
II. In Bezug auf die Unterstützung des Landes bewillige Ich, in 
soweit der Fonds zureicht, eine Summe bis zur Höhe von 300000 rth., 
über welche Sie eben so zu verfügen haben, wie es wegen Ostpreußen 
zu 2. angeordnet ist. 
Sollten in einzelnen Fällen auch in Westpreußen lebenslängliche 
Unterstützungen erforderlich seyn, so müßen sie aus den Zinsen der 
Unterstützungs-Kapitalien wie bei Ostpreußen entnommen werden. 
Was die von Ihnen in Antrag gebrachte Ausführung öffentlicher 
Werke betrift, so überlaße Ich Ihnen, über die einzelnen Gegenstände 
an die betreffenden Ministerien besonders zu berichten. Ich werde 
die Vorträge derselben hiernächst erwarten und darüber das Nähere 
beschließen. Die Bewilligung der für die Kunststraße in Ostpreußen in 
südlicher Richtung von Königsberg und für die Erdarbeiten bei Thorn 
nachgesuchten 40000 rth. muß hiernach vorbehalten bleiben. 
Ich empfehle diese für das Wohl der Ihrer speciellen Verwaltung 
anvertrauten Provinzen so wichtige Angelegenheit Ihrer thätigsten 
Vorsorge. 
Berlin, den 12ten Februar 1825. 
(gez.) Friedrich Wilhelm. 
An 
den wirklichen Geheimen Rath 
und Ober-Präsidenten 
von Schön.
	        
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