Full text : Das Retablissement Ost- und Westpreußens unter der Mitwirkung und Leitung Theodors von Schön

113

Verminderung  nicht  nöthig  macht,  auch  können  Sie  in  einzelnen  Fällen,
wenn  die  Verschuldung  über  %  beträgt  und  Sie  sich  von  dem  rettbaren
Zustande  des  Besitzers  überzeugt  haben,  das  Betriebs  Kapital  über
diese  Sicherheit  hinaus  bewilligen,  und  da  Ich  im  Vertrauen  zu  Ihren
Einsichten  und  Ihrer  Thätigkeit  diese  ganze  Angelegenheit  Ihrer
speciellen  Leitung  übertragen  habe,  so  überlasse  Ich  Ihnen  nach  Ihren
Vorschlägen  sowohl  in  Rücksicht  auf  die  Untersuchung  des  Bedarfs,
der  Qualification  des  Gutsbesitzers  zum  Empfange  des  Darlehns  undder
Sicherheit,  als  auch  in  Bezug  auf  die  wegen  Ausfertigung  und  Eintragung ­
  der  Schuldverschreibungen  und  auf  sonstige  Förmlichkeiten
zu  nehmenden  Maaßregeln,  diejenigen  Organe  und  Mittel  auszuwählen, ­
  welche  sie  zur  Erreichung  des  Zwecks  nothwendig  finden.
In  Ansehung  der  Verzinsung  und  allmäligen  Tilgung  genehmige
Ich  Ihre  Vorschläge,  und  bin  es  auch  zufrieden,  daß  nach  Ablauf  der
ersten  5  Jahre  eine  Capitals-Tilgung  von  2  Procent  jährlich  neben  der
Verzinsung  zu  4  Procent  eintrete.
3,  Zur  Aufhülfe  derjenigen  Gutsbesitzer,  sowohl  in  Ost-  als  in  Westpreußen,
welche  auf  mehr  als  %  des  Gutswerths  verschuldet  sind  und  aus  individuellen ­
  Rücksichten  die  Theilnahme  des  Staats  in  Anspruch  nehmen,
bewillige  Ich  die  von  Ihnen  nachgesuchten  300000  rth.,  insofern  die
Beschränkung  des  Ihnen  überwiesenen  Fonds  nicht  auch  hier  eine
Ermäßigung  erfordert.
4,  Was  die  lebenslänglichen  Unterstützungen  betrift,  welche  Sie  für  bedürftige ­
  und  verdienstliche  Grundbesitzer,  die  in:  Besitz  ihrer  Güter
nicht  mehr  erhalten  werden  können,  aus  persönlichen  Rücksichten  in
Antrag  bringen,  so  genehmige  Ich,  daß  solche  aus  den  Zinsen  der  Unterstützungs-Capitalien ­
  entnommen  werden,  welche  die  zahlungsfähigen
Gutsbesitzer  vorschußweise  erhalten.
5,  Das  Capital  von  5000  rth.  zum  Unterricht  der  Schäfer  in  den  schon
vorhandenen  Merino-Schäfereyen  der  Provinz  können  Sie  aus  dem
allgemeinen  Fonds  verwenden,  wogegen  die  von  Ihnen  vorgeschlagene
Schäferschule  zweckmäßiger  mit  der  Stammschäferey  zu  Frankenfelde
in  Verbindung  gesetzt  wird,  worüber  ich  auf  den  Bericht  des  Ministers
des  Innern  das  Erforderliche  schon  angeordnet  habe.
B.  Wegen  Westpreußen.
I.  In  Bezug  auf  die  Landschaft  will  Ich
1,  die  aus  der  Staatskasse  geleisteten  Vorschüße  mit  .  .  .  .  313300  rth.
wie  bei  der  ostpreußischen  erlaßen;
2,  derselben  einen  in  den  Jahren  1824/26  zahlbaren  Vorschuß  zum  Ankauf ­
  der  Coupons  über  die  Zinsen-Rückstände  bis  zum  Johannis
Termin  1815  bewilligen,  den  Sie  aus  deni  allgemein  überwiesenen
Schriften  des  Instituts  für  ostdeutsche  Wirtschaft.  Heft  i.  ®
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.