Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

122 
Ertragsbilanz. 
mögen, ausnahmsweise durch Veränderungen des Anlagever 
mögens, z. B. bei realisierten Wertsteigerungen des Anlage 
vermögens. Der Erfolg des Umsatzkapitals wird belastet durch 
Verbrauch an Umsatzkapital (Verlustausgaben) und Kapital 
verluste am Anlagevermögen. ■ 
3. Die Ertragsbilanz ist eine Ergänzungsrechnung zur Ver 
mögensaufstellung. Die Verluste ergänzen die Wertabgänge 
des aktiven Vermögens, die Gewinne ergänzen das eigene Ka 
pital. Man könnte eine B. auch in folgender Form auf stellen 
(Bd. I, S. 100): 
Debet Kredit 
1. Aktiva 
125 
2. Schulden 
30 
5. Wertergänzung durch Hinzu- 
3. Eigenes Kapital (Grundkapi- 
fügung der Verluste ...... 
10 
tal, Reserven) 
70 
4. Ergänzung des Eigenkapitals 
durch Gewinne 
35 
Tis 
135 
4. Realisierter Veräußerungsgewinn entsteht durch den 
Unterschied zwischen Aufwand und Erlös. Neben diesen Ge 
winnen können auch nicht wirkliche, aber buchmäßige Ver 
äußerungsgewinne Vorkommen. Wenn eine Maschine ira An- 
schaffungswerte von 30 000 M. bis auf 10 000 M. abgeschrieben 
und für 13 000 verkauft wird, zeigen das betreffende Konto 
und die Ertragsbilanz einen ,,Gewinn“ von 3000 gegenüber dem 
Buchwert. 
Der Eingang bereits abgeschriebener oder zu hoch abge- 
schriebener Forderungen bewirkt ein Freiwerden früher ge 
machter Rückstellungen; ebenso der Erlös aus der Veräußerung 
von Anlagevermögen über den zu hoch abgeschriebenen Buch 
wert hinaus. 
Der Verlustsaldo eines Kontos, z. B. des Effektenkontos, 
trennt nicht die Verluste infolge der Veräußerung von Effekten 
und die Abschreibungs-(= Konjunktur-)verluste infolge der 
Kursrückgänge auf Effektenbestände. Die Bewertung von Ver 
äußerungsgegenständen zum Herstellungs- bzw. Anschaffungs 
preis bei höheren Veräußerungspreisen bewirkt eine Art Rück 
stellung des an die Bestände gebundenen, aber noch nicht reali'
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.