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Ertragsbilanz.
mögen, ausnahmsweise durch Veränderungen des Anlagever
mögens, z. B. bei realisierten Wertsteigerungen des Anlage
vermögens. Der Erfolg des Umsatzkapitals wird belastet durch
Verbrauch an Umsatzkapital (Verlustausgaben) und Kapital
verluste am Anlagevermögen. ■
3. Die Ertragsbilanz ist eine Ergänzungsrechnung zur Ver
mögensaufstellung. Die Verluste ergänzen die Wertabgänge
des aktiven Vermögens, die Gewinne ergänzen das eigene Ka
pital. Man könnte eine B. auch in folgender Form auf stellen
(Bd. I, S. 100):
Debet Kredit
1. Aktiva
125
2. Schulden
30
5. Wertergänzung durch Hinzu-
3. Eigenes Kapital (Grundkapi-
fügung der Verluste ......
10
tal, Reserven)
70
4. Ergänzung des Eigenkapitals
durch Gewinne
35
Tis
135
4. Realisierter Veräußerungsgewinn entsteht durch den
Unterschied zwischen Aufwand und Erlös. Neben diesen Ge
winnen können auch nicht wirkliche, aber buchmäßige Ver
äußerungsgewinne Vorkommen. Wenn eine Maschine ira An-
schaffungswerte von 30 000 M. bis auf 10 000 M. abgeschrieben
und für 13 000 verkauft wird, zeigen das betreffende Konto
und die Ertragsbilanz einen ,,Gewinn“ von 3000 gegenüber dem
Buchwert.
Der Eingang bereits abgeschriebener oder zu hoch abge-
schriebener Forderungen bewirkt ein Freiwerden früher ge
machter Rückstellungen; ebenso der Erlös aus der Veräußerung
von Anlagevermögen über den zu hoch abgeschriebenen Buch
wert hinaus.
Der Verlustsaldo eines Kontos, z. B. des Effektenkontos,
trennt nicht die Verluste infolge der Veräußerung von Effekten
und die Abschreibungs-(= Konjunktur-)verluste infolge der
Kursrückgänge auf Effektenbestände. Die Bewertung von Ver
äußerungsgegenständen zum Herstellungs- bzw. Anschaffungs
preis bei höheren Veräußerungspreisen bewirkt eine Art Rück
stellung des an die Bestände gebundenen, aber noch nicht reali'