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Bilanzrechnungen.
Kosten des Absatzes absolut und verteuert ihn relativ. Steige
rung des Absatzes bedeutet nicht eine Steigerung des Gewinnes
(vgl. 1904 mit 1903). Die Wirtschaftsanwesen nehmen 1904
zu durch Umbauten und Erwerb von Wirtshäusern auf dem Wege
der Subhastation. Auffallend ist das außerordentlich hohe
Anlagevermögen:
bei einem Aktienkapital von einer Million und
Reserven von etwas über 100 000 M; der über
schießende Teil wurde durch Hypotheken und
Anleihen beschafft.
1903: etwa 1,323 Mill.
1904: ,, 1,409 ,,
1905: ,, 1,464
Ganz bedeutend sind die Forderungen und Darlehne. Die
Forderungen sind in der Regel ohne Deckung (vgl. die hohen
Abschreibungen darauf); Bardarlehne werden gegen die Ver
pflichtung des Bierbezuges gegeben. Diese Art der Kredit
gewährung ermöglicht die Etablierung eines Wirtes, die Brauerei
liefert Einrichtungen und Bargeld überdies gegen Verpfändung
der Einrichtung (und des Grundstücks). Die Trennung zwischen
Bier- und Darlehnsdebitoren wird in den B. bzw. Geschäfts
berichten der Brauereiaktiengesellschaften häufig unterlassen-
In der vorliegenden B. betrugen Forderungen und Darlehne
über eine halbe Million Mark. Wenn die Mittel derart festliegen,
so ist es klar, daß der Betrieb mit finanziellen Schwierigkeiten
zu kämpfen hat, worauf die hohen Kreditoren und die Anleihe
operationen 1905 schließen lassen. Die liquiden Mittel, Kasse
und Wechsel, sind gegenüber den kurzfristigen Schulden außer
ordentlich gering. Die neue Anleihe 1905 diente zur Abstoßung
der Bankschulden.
Der, Nennwert der Anleihe 1905 ist
750 000
54 517,35 ab für Disagio und Begebungskosfen
Erlös. . 695 482,65 = 92,73 % des Nennwerts.
Die Anleihe ist mit 4 % verzinslich und zu 103 % rück
zahlbar. Vom Disagio werden 10000 M. aus der Spezialreserve,
4517,35 aus dem Reingewinn gedeckt, so daß 40000 M. den
folgenden Jahren zur Last fallen.
Versuchen wir die Verwendung des Anleiheerlöses zu er
mitteln.