Full text : Tote und lebendige Wissenschaft

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Wirtschafters,  des  Spekulanten,  besteht
grundsätzlich  darin,  die  Erfordernisse  der
bestehenden  oder  der  kommenden  wirtschaftlichen ­
  Ganzheiten  zu  erforschen  und  danach
zu  handeln.  Je  umfassender  er  das  Ganze  überschaut,
desto  besser  „spekuliert"  er,  je  kurzsichtiger,  desto  schlechter.
So  ist  der  individuelle  Ursprung  der  wirtschaftlichen  Elemente ­
  ebenso  verschwunden  wie  der  angeblich  erst  aus  ihrem
Zusammentreffen  entstehende  „freie"  Verkehr,  und  es  bestätigt ­
  sich,  was  wir  schon  früher  sahen,  und  nun  nochmals  kur;
zusammenfassen  wollen:
1.  Jede  Handlung  erlangt  nur  insofern  wirtschaftliche  Wirklichkeit, ­
  als  sie  Glied  einer  wirtschaftlichen  Ganzheit  wird;
sofern  sie  aber  nicht  Glied  einer  solchen  werden  kann,  hat  sie
überhaupt  kein  wirtschaftliches  Dasein.  Und  die  Handlung
des  Einzelnen  kann  nur  dadurch  zur  wirtschaftlichen  Gliedhaftigkeit
  gelangen,  daß  sie  ihre  Prämissen  aus  dem  jeweils
schon  gegebenen  Gliederbau  der  Wirtschaft  hernimmt!  (Siehe
oben  S.  11  ff.)
2.  Der  Verkehr  ist  nicht  die  Folge  zusammentreffenden
Handelns  der  Einzelnen,  sondern  die  Form,  in  der  wirtschaftliche ­
  Ganzheiten  auf  nicht  im  voraus  genau  organisiertem
Wege  ihre  Wirklichkeit  annehmen  können.  Der  Inhalt  des
Handelns  kommt  aus  dem  Ganzen;  er  vermittelt  sich  allerdings ­
  nur  im  Einzelnen.
3.  Aber  auch  die  Tatsache,  daß  der  Einzelne  handelt,  gehört ­
  nicht  ihm  selber  autark  zu,  sondern  ist  nur  möglich  durch
den  Gebrauch  gemeinsamer  Wirtschaftsmittel  („Kapital  höherer
Ordnung",  siehe  oben  S.  8f.),  die  gleichsam  geburtshelferisch
dabei  mitwirken.
4.  Eine  „Verkehrswirtschaft"  in  dem  Sinne,  wie  sie  seit
den  Klassikern  gedacht  wird,  wonach  individuell  entsprungene
Wirtschaftshandlungen  zusammenträfen,  wonach  mithin  auf
            
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