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Folgendes Beispiel wird dies klar machen. Zwei Menschen
kamen von verschiedenen Monden auf unsere Erde herunter.
Ausnahmslos alles, was jeder der beiden braucbt, seine
Nahrungsmittel, Kleidung, Wohnung usw., wäre für den
anderen Gift (etwa mit tödlichen Stoffen imprägniert). Diese
beiden Menschen könnten in keinerlei Wirtschaftsbeziehungen
miteinander treten, denn selbst die Grund- und Rohstoffe,
die sie etwa austauschen könnten, hätten schon die Eigenschaft
gegenseitiger absoluter Unbrauchbarkeit. Hier fehlt die Ge
meinsamkeit der Ziele, der „Bedürfnisse", des Geistigen und
Sinnlich-Seelischen, dem die Wirtschaft dient, vollkommen,
daher auch die daraus folgende Gemeinsamkeit der Mittel für
jene Ziele. Gleichartigkeit der Ziele und der Mittel heißt aber:
1 Einer gleichen geistig-sinnlichen Welt, einer gleichen geistigen
Ganzheit angehören, heißt, eine geistige Gemeinschaft bilden!
Eine geistige Gemeinschaft bildend aber sind, wie die Gesell-
scbaftslehre lehrt, die Einzelnen nicht mehr Einzelne — sondern
schon Glieder einer Ganzheit; und nur indem sie Glieder
in der Ganzheit der Ziele sind, können sie auch Glieder der wirt
schaftlichen Ganzheit werden, die nichts anderes ist als eine Ganz
heit der Mittel für jene (geistigen) Ziele. Die Gemeinsamkeit
und Ganzheit der Mittel eben ist es, die einen objektiven
G l i e d e r b a u der Wirtscbaft ergibt. — Der Begriff des in sich
gegründeten Individuums fällt daher auch in dem Maße fort, als
Gemeinsamkeit der Ziele und Gemeinsamkeit der Mittel vor
banden ist — allerwenigstens (um dies zu wiederholen) in den
Grundzügen, so daß doch die meisten Grund- und Rohstoffe
und auch Fertigerzeugnisse gleichermaßen gebraucht werden
können. Denn erst dadurch ist Gegenseitigkeit und das heißt
ja schon — Ganzheit möglich!
Ich habe dies in meinem „Fundament" näher dargelegt
und den Satz begründet: „Alle Verkehrswirtschaft ist zielverbun-
dcne Wirtschaft, ist nur nach Maßgabe der Zielgleichheit der
O. Spann, Tote und lebendige Wissenschaft. 2. Aufl. 2