Full text: Tote und lebendige Wissenschaft

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und somit lebensvollste Form die, das wirtschaftliche Ganze von 
Anbeginn festzulegen und jedem einzelnen Mitgliede der Wirt 
schaftsgesellschaft seine Teilnahme an demselben genau vorzu 
schreiben (statt sie, wie in der „verkehrswirtschaftlichen" Or 
ganisationsform, der freiwilligen Eingliederung des Einzelnen 
zu überlassen). In dieser Planwirtschaft gäbe es dann grund 
sätzlich keine einzige wirtschaftliche Handlung, keine Arbeits 
stunde, keinen Rohstoff, keine Maschine noch anderes Erzeugungs 
mittel, dessen Verwendung nicht genau vorgesehen und vor 
geschrieben wäre. — Sehen wir von dem Einwand, den wir 
eben erörterten, ab, daß nämlich durch diese planmäßige Er 
fassung jedes einzelnen Wirtschaftsbestandteiles notwendig 
Konzentration und damit vollkommene Atomisierung und Ab 
tötung dieser Bestandteile herbeigeführt werden müßte; son 
dern halten wir die Unterstellung, daß es sich um echte (ge 
gliederte, abgestufte) Ganzheit dabei handeln könnte, einmal 
auftecht, so bemerken wir doch, daß diese Planwirtschaft gänz 
lich undurchführbar ist. 
Der Grund liegt hier in der inneren Lebendigkeit der 
Ganzheit selbst und in der inneren Vielfältigkeit des Geistigen, 
auf dem sie ruht. Jene starr vereinheitlichte Ganzheit „Plan 
wirtschaft" setzt vollkommene Gemeinsamkeit aller Ziele, 
alles Geistigen und Sinnlichen, dem die Wirtschaft dient, 
und dadurch die darauf folgende vollkommene Gemeinsam 
keit der Mittel voraus. Überall dort, wo jene geistige Ziel 
gemeinsamkeit erreicht wird, zeigt uns die Geschichte in der 
Tat gewisse kommunistische Wirtschaftskörper: In den Ur- 
christengemeinden (wenn auch nur annähernd), in strengen, 
auf vollkommen einheitlicher Lebensführung beruhenden Orden, 
Brüderschaften, und ähnlichen ganz engen Kreisen, die über 
dies alle auf asketischem Grundsätze ruhen, alle die Wirtschaft 
auf eine Nebensache herabsetzen! Die kommunistische 
Wirtschaft ist also als Grenzfall derWirt-
	        
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