Full text : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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gepreßtem  Lederband  mit  eingeklebtem  Exlibris  Karl  Theodors  von  der
Pfalz.  Da  Rothschild  sich  darin  noch  als  Hessen  -  Hanauischer  Hoffaktor
bezeichnet,  so  muß  die  Drucklegung  in  die  Jahresreihe  1775  bis  1785  fallen.
Ich  setze  ihn  in  die  achtziger  Jahre.  Die  Summen  der  angebotenen  Stücke
konnten  nicht  bei  allen  Katalogen  ganz  genau  festgestellt  werden,  weil
mehrere  so  stark  beschnitten  sind,  daß  die  Kreuzerrubrik  beim  Vorderschnitt
und  einzelne  Zeilen  beim  Unterschnitt  beschädigt  wurden.  Daß  in  einem
undatierten  Katalog  von  10  Seiten  Umfang  auf  Seite  7  eine  Münze  vom
Jahre  1797  aufgeführt  ist,  beruht  auf  einem  Druckfehler.  Es  muß  heißen:  1697.
14.  Schröckh,  Samuel  Jacob,  Allgemeine  Kaufmännische  Bibliothek,
Bd.  1:  Handlungs-Schema  von  Frankfurt  am  Main.  Frankfurt  1778.  S.  37.
Erst  im  Jahr  1811  erscheint  Rothschild  zum  zweiten  Mal  in  einem  Handlungsadreßbuch. ­

15.  Fftm.:  Criminalia  de  1804  Nr.  59.
16.  Diese  Medaillenlieferungen  figurieren  in  der  Kabinettskassenrechnung. ­
  Sie  betrugen:

1791:  27  Rtlr.  6  Alb.  IP'/ies  Hlr.
1792:  17  „  18  „  8 64 /i 6 5  „
1793:  241  „  30  „  8 / 15
Die  Kabinettskassenrechnung  vom  Jahre  1794  fehlt  in  Marburg.  Im
folgenden  Jahre  betrug  die  Verkaufssumme  der  Medaillen  68  fl  16 7 / 8  kr  24  ff.
Und  zwar  wurde  dieser  Betrag  zum  größten  Teil  mit  Dubletten  berichtigt.
Die  späteren  Bezüge  bis  zur  Exilzeit  betrugen:

1796:  86  Rtlr.  2  Alb.  11  Hlr.
1797:38  ,.  2  „  1  „
1798:  42  „  30  „  9  „
1799:  7  „  15  „  11  „
1800:  9  „  19  ..  3  ..

1801:  183  Rtlr.  10  Alb.
1802:  113  „  10  „
1804:  23  „  13  „
1805:  251  „  30  „
1806:  12  ..  3  „

5  Hlr.
6  ..

(Marbg.:  Kabinettskassenrechnung  1791  S.  79  f.;  1792  S.  73;  1793  S.  77,  80,  81
1795  S.  73;  1796  S.  77,  80,  81;  1797  S.  81;  1798  S.  92;  1799  S.  98;  1800  S.  97
1801  S.  115—120,  122;  1802  S.  113,  114,  116,  118;  1803  S.  99,102;  1804  S.  98
1805  S.  91—93;  1806  S.  105.)
17.  Marbg.:  Buderus’  Rechnung  1807  S.  125,  1808  Apr.  S.  20,  1809
Jan.  S.  20;  ferner  Carlshausen:  Buderus’  Kontokorrent.  Schreiben  und
Quittung  des  Kurfürsten  im  Besitze  der  Freiherrlich  Carl  v.  Rothschild’schen
Bibliothek.  In  jenem  Medaillenkabinett  waren  sowohl  die  Denkmünzen
vereinigt,  die  Wilhelm  I.  noch  als  Erbprinz  in  Hanau  gesammelt  hatte,  als
auch  die,  die  bis  zu  seinem  Regierungsantritt  im  Kasseler  Museum  aufbewahrt ­
  waren.  In  einem  Katalog  von  16  Folianten,  den  Wilhelm  selbst
als  Erbprinz  begonnen  hatte,  waren  sämtliche  Denkmünzen  ausführlich
beschrieben.  Über  den  gesamten  Münzbestand  des  Museums,  wie  er  beim
Regierungsantritt  Wilhelms  im  Jahre  1785  beschaffen  war,  gab  ein  lateinisches ­
  Verzeichnis  Auskunft.  Die  Kurrentmünzen  verblieben  damals  dem
Museum,  während  die  Denkmünzen  mit  dem  Hanauer  Kabinett  in  das  Schloß
Bellevue  in  Kassel  gelangten.  (Brief  Voelkels  an  einen  Hochedelgeborenen,
äußere  Adresse  an  Meyer  Amschel  Rothschild,  vom  26.  April  1808,  in  der
Ständischen  Landesbibliothek  zu  Kassel,  aus  Landaus  Nachlaß  stammend.)
            
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