148 Arbeiterwohlfahrtspolitik.
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füllen (Brand, Überschwemmung usw.) Arbeitskräfte entbehrlich
macht. Eine Versicherung gegen die Folgen solcher
Verschiebungen ist so schwierig, daß sich ein allgemein anwendbarer
Weg dazu bisher nicht hat finde» lassen. In
engeren Gebieten ist hierfür manches erreicht worden, namentlich
durch das von Gent aus verbreitete Verfahren der-Zuschüsse
aus öffentlichen Mittelir zu der gemeinschaftlichen
Selbsthilfe in Berufsvereinen. Dies Verfahren steht gegentvärtig
bei den Bestrebungen und Einrichtungen zur Versicherung
gegen die Folgen unverschuldeter Arbeitslosigkeit
durchaus im Vordergründe. Seine Verallgemeinerung würde
gleichwohl keine volle Lösung der Frage bedeuten, weil in den
Berufsvereinen immer nur ein Teil der Arbeiterschaft vertreten
ist, und zwar derjenige am wenigsten, der wegen seiner
Ivirtschaftlichen Schwache der Versicherung anr meisten bedarf.
Inzwischen ist mit Eifer daran gearbeitet worden, die vorhandenen
Arbeitsgelegenheiten in wirksamer Weise für die
Arbeiterschaft nutzbar zu machen. Gegen die Mißstände, die
bei der berufsmäßigen Arbeitsvernrittlung entstanden und
möglich sind, ist in vielen Staaten kräftig eingeschritten-wor- I
den. Vor allem aber ist auf den Ausbau des Arbeitsnachweises
sorgfältig Bedacht genommen worden. Je vollständiger
und wirksamer die Arbeitsnachweiseinrichtungen sind,
je ständiger und zuverlässiger die Tätigkeit der Arbeitsnachweise
der verschiedenen Berufe und Landesteile ineinandergreift,
desto mehr verengt sich der tatsächliche Aufgabenkreis
der angestrebten Arbeitslosenversicherung, und desto mehr
wird deren Durchführbarkeit gesichert. In Deutschland ist der j
Ausbau des Arbeitsnachweises nicht vonr Staate selbst bewirkt,
aber von ihm eifrig und mit den verschiedensten Mitteln
gefördert worden.
Das enthebt nicht der Notwendigkeit, in Zeiten stärkerer
Arbeitslosigkeit noch mit anderen Mitteln unverzüglich ein-