Full text: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Bei Betrachtung des Anteils der Aus- und Vorrichtungsarbeiten 
an der Gesamtzahl der verfahrenen Schichten ergibt sich, daß sich die 
Vorkriegshöhe auf 13,9 °/ stellte, während sich in 1926 der Anteil auf 
12,2 °/, verringerte. * 
Die Zunahme der Teufe beträgt in der Zeitspanne 1913 bis 1926 
pro Jahr 12,5 m. Unter Ausschaltung der Minima und Maxima beträgt 
die durchschnittliche Teufenzunahme 14,5 m. 
Der Sprengstoffverbrauch erhöhte sich in 1926 um etwa 57 °/, be- 
zogen auf die Tonne Förderung. 
Die Steigerung ist zurückzuführen auf die stärkere Verwendung 
von deflagrierenden, d.h. langsamer wirkenden Sprengstoffen in 1926 
Sa 1913, die zwecks Erzielung eines vergrößerten Stückfalles 
arfolgte. 
Die Kraftverbrauchsteigerung je Tonne Förderung um etwa. 68 °/% 
_— alles auf Steinkohle umgerechnet — liegt in der größeren Ver- 
wendung von Maschinenarbeit und in dem Teufenfortschritt. 
Vergleicht man den Anteil der Aus- und Vorrichtungsarbeiten an 
der Gesamtzahl der verfahrenen Schichten nach den einzelnen Kon- 
zernen, so ergibt sich, daß bei etwa 63,8 °% der Gesamtförderung des 
Siegerlandes der Anteil der Aus- und Vorrichtungsarbeiten 1926 ‚zwischen 
13 und 16° der Gesamtzahl der verfahrenen Schichten liegt. 
Vorweg sei bemerkt, daß von den Untersuchungen der Wertziffern 
3 Werke ausgeschaltet wurden, soweit sie durch ihre Anomalien die 
sinzelnen Untersuchungsbilder verzerren würden. 
Es handelt sich um die Werke: 
Eupen (Krupp-Konzern), da vorwiegend noch in der Auf- 
schließung sich befindend, 
Große Burg (Vereinigte Stahlwerke-Konzern) und 
Viktoria (Lothringen-Konzern). 
Die letzten beiden Werke sind vorwiegend Metallerzgruben. 
Bei den übrigen Werken ergeben sich im Gesamtdurchschnitt fol- 
gende Beziehungen zwischen 1913 und 1926: 
1913 1926 
Die Durchschnittsgestehungskosten betrugen ohne Ab- 
schreibungen je Tonne... + oa a M 11,88 RM 15,08 
Die Durchschnittserlöse stellten sich auf (1926 einschl. 
RM 2,— Absatzprämie) je Tonne . 0. 0.0.0004 06 „13,09 „15,57 
Die Durchschnittsgewinne bezifferten sich demnach je t auf M 1,26 RM 0,49 
Während 1913 die Gewinnspanne — bezogen auf die Gestehungs- 
kosten — 10,7 °/ ausmacht, ist sie 1926 auf 3.32%. also 70,1 °/n zurück- 
gegangen. 
Dieser Rückgang der Gewinnspanne findet seine Begründung darin, 
daß die Kosten gegenüber 1913 um 27,5 °) gestiegen sind, während die 
tatsächlichen Erlöse (einschließlich 9 RM. Absatzprämie) aber nur 
eine Erhöhung um etwa 18,9 °%, erfuhren. 
Ohne Absatzprämie liegen die durchschnittlichen Verkaufspreise in 
1926 nur etwa 3,7% über den Vorkriegspreiscn, 
IRQ
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.