eintreten könne. Die übrigen Staaten sagten jedoch mit scheinbarer
Bereitwilligkeit zu, und ihre Bevollmächtigten erschienen Ende
Februar 1825 in Stuttgart.
Es ist nicht notwendig, auf die Stuttgarter Verhandlungen
im einzelnen einzugehen, da doch nichts aus ihnen wurde. Wieder
war es Baden, das die Führung der Opposition übernahmt Au
tadeln fand inan die Gemeinsamkeit der Verwaltung, das Stimm
verhältnis bei den Vereinsversammlungen, die Pensionierung der
Beamten auf allgemeine Rosten. Dann reiste man zur Einholung
neuer Informationen nach krause. Zwischendurch, che die Ver
handlungen in Stuttgart wieder aufgenommen wurden, kamen die
Minister der beteiligten Staaten noch zweimal, in Heidelberg und
Dlainz, zusammen mit dem nämlichen Ergebnis, daß Badens
Forderungen, dem Pesten-Darmstadt nur ungern Folge leistete, für
Bayern und Württemberg unannehmbar waren, so weit auch der
erstere ^taat entgegenkam. Baden wollte eben überhaupt nicht;
seine Bevölkerung hatte aus besagten Gründen kein Anteresse an
einer strengen Grenzkontrolle, und vor allem: die badische Re
gierung holte sich insgeheim ihre Verhaltungsmaßregeln auf dem
Johannisberg bei Metternich, der diesem Treiben scheinbar un
beteiligt zuschaute, in Wirklichkeit aber jede auf größere Einheit
lichkeit abzielende Bewegung inißtrauisch aufzuhalten suchte.
Badens Übelwollen trat am meisten bei den Tariffragen
ervor, wo ein Entgegenkommen von seiten Bayerns, nachdem man
m anderen Punkten soviel als möglich nachgegeben hatte, einfach
zum 1 in ge der Unmöglichkeit wurde. Nach mehrjähriger Erfahrung
• sl Ut ’ c I'O'lchche und württembergische Regierung eine Be
ste uelung der Rolonialwaren, die namentlich damals mehr die
esitzenden Rlasten traf, als sehr einträglich gefunden, ohne daß
dadurch sich jemand bedrückt gefühlt hätte. Außerdem aber war
inan den inländischen Fabrikanten und Gewerbtreibendcn Schutz
gegen die ausländische Konkurrenz schuldig. Daher hatte sich folgende
auch für unsere Zeit noch interessante Tarifierung ergeben: