Full text: Der deutsche Zollverein

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stand, im eigenen Lande sowohl als von Seiten des Auslands. 
3m 3nlcmöe fand man die Schutzzölle je nach der eingenommenen 
geschäftlichen Stellung entweder zu hoch oder zu niedrig; außerdem 
fand man die neuen Steuern unerträglich. Überdies blieb ihr Er 
trag ebenso wie der der Zölle in Folge des bösen Zahres 1817 
hinter den gehegten Erwartungen zurück, sodaß die Feinde des 
neuen Systems am Pose vom Schlage der Wittgenstein und Ge 
nossen ihre Freude hatten. Aber gerade in dieser kritischen Periode 
hielt der Aönig fest zur Sache und gab Alewitz und Wachsen den 
nötigen Rückhalt. Und dann besserte sich die Lage zusehends, 
hierzu trug außer der Gesetzgebung noch die Verbesserung der 
Verkehrsmittel bei. 3 m Zahre 1817 besaß der preußische Staat 
nur 523 Uleilen geschotterter Aunststraßen (Ehausseen). Trotz der 
anfangs mißlichen Finanzlage ließ der Aönig doch alsbald den 
Bau neuer solcher Straßen beginnen und verwandte in den fol 
genden elf Zähren 21,6 UUllionen Taler auf diese Unternehmung, 
so daß im Zahre 1828 bereits 1065 Uleilen Ehausseen, also mehr 
als das Doppelte vom Zahre 1817 vorhanden waren. Der Ge 
neralpostmeister Aarl Ferd. Friedr. von Nagler, seit 1823 in 
dieser Stellung (geb. 1770 zu Ansbach), erwarb sich durch eine 
schneidige Regelung des Postverkehrs große Verdienste. Seit 1825 
verkehrte zweimal wöchentlich zwischen Berlin und Frankfurt am 
21Tslii! eine viel bestaunte Eilpost, peute verkehren zwischen den 
genannten Städten, abgesehen von den Personenzügen, etwa ein 
Dutzend Schnell- und Aurierzüge täglich, die dutzendmal so viel 
Passagiere befördern, als beide Diligencen damals in einem 
Wonate zusammengenommen. 
Viel größer noch als die Opposition im 3nnern des Landes, 
erwies sich der Widerstand und die Anfeindung in den enklavierten 
und den anstoßenden nichtpreußischen Gebieten. Znsbesondere 
sah sich Sachsen in eine üble Lage versetzt. Noch hatte man sich 
hier mit dem trüben Schicksal der Teilung nicht ausgesöhnt und 
noch sangen die Zungen auf der Straße das schöne Cicö:
	        
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