Full text : Der deutsche Zollverein

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27.  Juni  1823  bezüglich  der  schon  genannten  Ämter  Allstädt  und
Oldisleben,  mit  Lippe  vom  9./17.  Juni  1826  über  die  fürstlichen
Landesteile  Lippe,  Eappel  und  Grevenhagen,  mit  Mecklenburg-Schwerin
  vom  2.  Dezember  1826  bezüglich  der  von  Preußen  umschlossenen ­
  Gebietsteile  Roffow,  Netzeband  und  Schönberg.  Das  sind
alles  Namen,  die  dem  Leser  wohl  zum  ersten  und  wahrscheinlich  auch
zum  letzten  Male  zu  Ohren  klingen  und  die  er,  wenn  er  ganz  wißbegierig ­
  ist,  nur  mit  unsicherem  Tasten  aus  der  Landkarte  zu  finden
vermag.  Ts  erhellt  aber  daraus,  mit  welcher  mühseligen  Kleinarbeit
die  preußischen  Staatsmänner  sich  abzuquälen  hatten,  um  mit  ihrem
MerkeSchrittchen  vor  Schrittchen  vorwärts  zu  kommen.  Dabei  sah  sich
aber  Preußen  klugerweise  doch  vor,  abgesehen  von  der  erwähnten  allmeinen
  Einladung  irgendwo  selbst  die  Anregung  zum  Anschlüsse  an  sein
System  zu  geben.  Mehrmals  erging  schon  ziemlich  im  Ansang  an  sämtliche ­
  Gesandte  von  Eichhorn  die  Weisung,  sich  streng  zurückzuhalten
und  aus  etwaige  Anfragen  stets  zu  antworten:  „der  König  habe
sich  schon  im  Jahre  \8\8  zu  Verhandlungen  bereit  erklärt,  er
hege  auch  noch  immer  den  Wunsch,  andere  deutsche  Staaten  mit
seinem  Zollsystem  zu  verbinden,  es  sei  also  jetzt  an  den  Nachbarn,
den:  guten  Willen  entgegen  zu  kommen."  Dabei  war  es  von  nicht
zu  unterschätzender  Bedeutung,  daß  Preußen  in  sein  Zollsystem
-auch  seine  aus  dem  Wiener  Kongreß  voni  deutschen  Bunde  ausgeschlossenen ­
  Provinzen  Ost-  und  Westpreußen  und  Posen  einbezogen ­
  hatte.  Infolgedessen  konnte  es  sowohl  Angriffen
in  Frankfurt  als  namentlich  auch  in  Wien  gelegentlich  der
Konferenzen  von  1819/20  und  den  Scheinversuchen  gegenüber,  eine
allgemeine  deutsche  Pandelsvereinigung  zu  bilden,  unt  den:  pinweis
daraus  antworten,  daß  sein  Zollsystem  eine  interne  und  zu  gunsten
anderer  Vorschläge  nicht  mehr  abzuändernde  Einrichtung  sei.
Eine  ganz  besondere  Illustration  aber  zu  der  partnäckigkeit,
mit  der  sich  einzelne  Fürsten  gegen  das  immer  klarer  zutage
tretende  Interesse  der  eigenen  Lande  an  dem  Anschluß  an  Preußen
sträubten,  liefert  das  Verhalten  der  anhaltinischen  Fürsten,  namentlich
des  Vertreters  der  Linie  Anhalt-Eöthen,  während  die  beiden  andern
            
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