Full text : Kapitalismus und Sozialismus

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Kttouf  ,  ^  n  tnr  nS  Ct s  der  Bedarf  nach  Baumwolle,
ti 0 ^ r « 0  toQd)  ' r  s°  mußte  doch  das  Gebiet  auch  fortwahrend
  wachsen,  das  mit  Baumwollstauden  und  Gummibäumen  bepflanzt

©orm^fir  unforo  ri to  frf+'  ontwortete  ich.  „Es  ist  auch  eine  ständige
stüffpir  hw.  f  J  nt  n i tnta  rj t r t r n '  die  ungeheuren  Massen  von  Rohn
  Shipn  b,  l U]  hernehmen.  Darum  werden  die  Bauern
m  Indien,  Aegypten  und  anderen  Landern  immer  mehr  gezwungen  statt
.Handelspflanzen  anzubauen,  und  trotzdem  da  oft
geradezu  Raubbau  getrieben  wird,  das  heißt  obwohl  die  Bodemckätze  ausgebeutet ­
  werden  ohne  Rücksicht  auf  die  kommenden  Liten  wÄst  doch
immerfort  die  Verlegenheit  um  das  Rohmaterial."  ^
„Wer  da  ist  doch  ein  großer  Unterschied,"  entgegnete  Karl  „Ein
großer  Teil  der  Rohmaterialien,  die  in  der  Industrie  verarbeitet  werden
Ichmmt  doch  aus  Bergwerken  zum  Beispiel  das  Eisen,  aus  dem  unsere
^Ä^n^omacht  werden,  ist  aus  Eisenerzen  gewonnen.  Die  kann  man
aber  graben,  io  viel  man  will.  Bei  den  Kohlen  ist  es  doch  auch  so."
iw  sh  "sAs  6anz^richtig,"  ^  erwiderte  ich;  „denn  die  Gewinnung
der  Erze  und  Kohlen  wird  um  so  teurer,  je  tiefer  man  in  die  Erde  vorringen
  muß.  Aber  jo  viel  ist  schon  richtig,  daß  Erfindungen,  Einführung
neuer  Maschinen  u  s.  to.  diese  Gewinnung  wieder  sehr  fördern  und  verbilligen, ­
  und  man  kann  beinahe  davon  sprechen,  daß  man  jederzeit  soviel
Esten  und  Kohlen  gewinnen  kann,  wie  man  braucht.  Aber  bei  den  pflanzlochen
  und  tierischen  Stoffen  liegt  die  Sache  anders.  Auch  da  kann  man
naturlia,-  die  Flache  ausdehnen,  auf  denen  die  Pflanzen  angebaut,  die
gLZuchtet  werden,  und  man  kann  auch  durch  Anwendung  von  derbesserten
  Methoden  den  Ertrag  der  Grundstücke  steigern.  Aber  das  geht
lange  nicht  so  schnell,  wie  es  die  Industrie  erfordern  würde."
„Aber  dann  müssen  doch  die  Bodenprodukte,  besonders  die  pflanzlichen ­
  und  tierischen  Rohstoffe,  stark  im  Preise  steigen",  wandte  Wilhelm ­
  ein.

„Das  tun  sie  auch,  besonders  zeitweilig",  antwortete  ich.
"Wieso  denn  zeitweilig  mehr  als  sonst?"  fragte  nun  Wilhelm  erstaunt,
  „xzch  hatte  gedacht,  daß  dann  eben  die  Preise  überhaupt  immer
steigen  müssen,  nicht  nur  manchmal."
„Es  ist  aber  doch  so",  antwortet^  ich,  „nnd  ihr  werdet  gleich  einsehen
woher  das  kommt.  Nehmen  wir  zum  Beispiel  an,  daß  der  Kaffecpreis
zu  irgendeiner  Zeit  sehr  hoch  steht.  Nun  erscheint  es  vielen  Besitzern  von
Pstanzungen,  aus  denen  bisher  etwa  Tee  oder  Kakao  oder  Getreide  angebaut
  wurde,  lohnender,  Kaffeebäume  anzupflanzen,  aber  diese  Bäumchen
brauchen  mehrere  Jahre  bis  sie  Früchte  liefern.  Während  dieser  Zeit
bleibt  der  Drew  noch  immer  hoch  und  steigt  wahrscheinlich  sogar  noch.  Nach
^ un  ^ohren  aber  fangen  alle  diese  jungen  Bäumchen  auf  einmal
an,  Bohnen  zu  liefern;  nun  übersteigt  auf  einmal  das  Angebot  die  Nachsrage,
  es  werden  mehr  Kaffeebohnen  aus  den  Markt  gebracht,  zum  Kauf
angeboteil,  als  zu  dem  alten  hohen  Preis  verlangt  werden,  und  nun  beginnen
  stch  die  Kasseepflanzer  gegenseitig  zu  unterbieten,  die  Preise  sinken.
Bon  ^ahr  zu  st>ahr  wächst  aber  die  Kaffeernte,  und  so  sinken  die  Preise
immer  tiefer.  Jetzt  will  niemand  mehr  Kasfeebäume  anpflanzen,  denn
die  Preise  ltohen  so  schlecht,  daß  sich  andere  Pflanzen  noch  immer  viel
besser  lohnen.  Wenn  aber  die  Kaffeebäumchen  etwa  20  Jahre  alt  sind.
            
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