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l ) Bef. soc. I, 67.
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Kräften nützlich zu machen, den sozialen Unfrieden in seinem Vaterlande
zu beseitigen, so mußte er die Ursache dieses Unfriedens erkennen.
Er glaubte das zu können durch einen Vergleich der
sozialen Einrichtungen Frankreichs mit denen anderer Länder, wo
der Friede noch gewahrt wurde. Ob er dieser Absicht getreu blieb,
ob sein Maßstab wirklich der Erfahrungswelt übernommen wurde,
wird die weitere Untersuchung ergeben.
Mittel der Materialbeschaffung. Das Material für so umfassende
Vergleiche war nur durch große Reisen zu erlangen.
Wir haben schon in der Einleitung berichtet, daß Le Play alle
europäischen und einige außereuropäische Länder, die meisten mehrmals,
besucht hat. Bei Auswahl der Gegenden, die er besuchen
wollte, wurde er von zwei Gesichtspunkten geleitet, einem unfreiwilligen
und einem freiwilligen. Als Ingenieur, dessen Name im Inund
Auslande in hohem Ansehen stand, wurde er oft von Bergwerksbesitzern
um Gutachten ersucht, es wurden ihm Betriebverbesserungen
anvertraut, und da seine technischen und sozialen Interessen
gleich stark waren, fand er bei diesen Reisen genügend Zeit zu
sozialen Beobachtungen. Für ihn waren „die fruchtbarsten Reisen
die, welche es ihm ermöglichten, die Herrschaft des Friedens
zwischen Arbeitern und Unternehmern zu beobachten“. Nach diesem
Gesichtspunkt wählte er die Ziele seiner freiwilligen Reisen. Er
war von dem Wunsche beseelt, „die besten Muster des sozialen.
Friedens“ zu finden.
Drei verschiedene Wege schlug Le Play ein, um in systematischer
Weise und ohne allzu großen Zeitaufwand die sozialen Verhältnisse
anderer Länder kennen zu lernen, und um sowohl mit den herrschenden
Klassen im allgemeinen wie auch ganz besonders mit den wirtschaftlichen
Kräften, den Unternehmern und Arbeitern, in Berührung
zu kommen. Der erste AVeg wurde ihm durch seine Berufsinteressen
gewiesen: er sammelte reiche Erfahrungen im Betriebe von
wirtschaftlichen Unternehmungen 1 ):
„Ich habe in erster Linie in ganz Europa die technischen Prozesse und
die wirtschaftlichen Bedingungen der Gewinnung der Mineralien und der Metallproduktion
beobachtet. Ich habe dabei mehr als meine Vorgänger Wert darauf
gelegt, die kommerzielle Organisation der Unternehmungen, die Lage der
Arbeiter sowie ihre mannigfaltigen Beziehungen, die sie mit den Unternehmern
verbinden, zu untersuchen. Zahlreiche Missionen, die mir auf Bitten fremder
Begierungen übertragen wurden, haben mir Gelegenheit gegeben, die eigen-