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) 0. E., 1. Aufl., 22.
möglich sein, oft werden sie aber auch von anderen minder wichtigen
Ausgaben zurückgedrängt.
Als Beweis dafür, daß oft eine einzige Zahl der Haushaltsrechnung
mehr über den sittlichen Zustand ganzer Yolksklassen
aussagt als lange Abhandlungen, erwähnt Le Play die Tatsache,
daß ein Pariser Schitfsauslader 12 °/ 0 seines Einkommens verwendet,
um sich zu betrinken, während er für eine sittliche Erziehung seiner
Kinder keinen Pfennig opfert.
So sagt Le Play auch einmal, daß die Beleuchtungsausgaben,
unter gleichen klimatischen Verhältnissen, ein ausgezeichneter Maßstab
für die Häuslichkeit einer Familie seien; gewiß eine feine Bemerkung!
Solche Ergebnisse gewinnt nur der, welcher sich vergleichend
in diese Zahlen vertieft und hierdurch ein Verständnis
erlangt, das keine Betrachtungsweise aus der Vogelperspektive, keine
Statistik geben kann.
Wir gelangen jetzt zu dem in jeder Monographie enthaltenen
erläuternden Texte. An und für sich müßte nach Ansicht
Le Play’s die Haushaltsrechnung selbst genügen, um den Leser über
alle wissenswerten Punkte aufzuklären. Aber einmal gibt sich
nicht jeder Leser die Mühe, aus Zahlen zu lernen, oder er kann es
nicht; und ferner gibt es doch manche Tatsachen allgemeiner Art,
die „dieser finanziellen Analyse des menschlichen Lebens“ entschlüpfen
oder dadurch nicht in ihrer wirklichen Bedeutung hervortreten
1 ).
Deshalb hat Le Play das beschreibende und erläuternde
W ort hinzugenommen. Er teilt den Text in zwei Teile: der Haushaltsrechnung
gehen voraus „Einleitende Beobachtungen“.
Es sind 13 Paragraphen, die Auskunft geben: über die Örtlichkeit
im weitesten Sinne, meist auf geologischer Grundlage, über die Art
des Arbeitsverhältnisses und die Familien-Organisation, sodann namentlich
über die persönlichen Verhältnisse der zu beschreibenden Familie.
Das Budget der Einnahmen wird im Texte behandelt unter der
Überschrift „Existenzmittel der Familie“. Daran schließt sich an
die „Geschichte der Familie“, die nur selten über frühere Generationen
unterrichtet, sondern meist den üblichen Lebensgang eines
Arbeiters der beschriebenen Art, seine „Existenzphasen“ schildert.
Im letzten Paragraphen dieser einleitenden Beobachtungen behandelt