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besonderes Zeichenbüro zum Entwerfen stets neuer Muster
vervollkommnen die Einrichtung dieser leistungsfähigen Fabrik.
Seit den siebziger Jahren hat sich in Deutschland die
Bürstenfabrikation von dem beherrschenden Einfluß
des Auslandes, namentlich Englands und Frankreichs frei gemacht
und hat sich im Laufe der Jahrzehnte so sehr entwickelt,
daß es nicht nur den Bedarf seines Inlandmarktes zu befriedigen
vermag, sondern auch erhebliche Mengen Produkte exportiert.
München ist in diesem Fabrikationszweig nicht zurückgeblieben,
denn es besitzt neben mehreren Mittel- und Kleinbetrieben,
einen Großbetrieb, der zu den bedeutendsten Firmen
Deutschlands zu zählen ist: die Bürstenfabrik Pensberg
e r u. Co., A. G. mit einem Jahresumsatz von nahezu 2 Millionen
Mark. Ihr Hauptrohprodukt, die Borste, bezieht die
Firma hauptsächlich aus Bayern und Österreich; außerdem werden
russische, chinesische und indische Borsten sowie Surrogate
der Haare und Borsten aus Mexiko in Gestalt der Tampicofaser
und der Fasern verschiedener südamerikanischer Palmenarten
verwendet. An der Lieferung der für die Fabrikation
benötigten Mengen Holzes ist nicht nur der einheimische Markt
mit Ahorn-, Buchen- und Erlenholz beteiligt, denn die Hölzer
aus den tropischen .Wäldern finden ebenfalls eine sehr ausgedehnte
Verwendung. Um die erhöhten feuerpolizeilichen Auflagen
zu umgehen und wegen der billigeren Arbeitskräfte hat
die Firma eine Zweigfabrik in Schönheide im sächsischen Erzgebirge
gegründet, welche die im Betriebe geforderten Mengen
von Celluloid herstellt, ein Produkt, auf das infolge seiner Hochwertigkeit
und seines geringen Gewichts die Frachtkosten
keinen Einfluß haben.
Die Fabrik, die ihren Standort in München nur deshalb
gewählt hat, weil ihr hier die Materialbeschaffung äm
günstigsten schien, reist in München selbst nicht, da viele
kleine Bürstenmachereien Rohmaterialien von ihr beziehen,
denen sie keine Konkurrenz machen will. Von den 50 % des
auf Deutschland kommenden Gesamtabsatzes entfallen daher
auch nur 9 °/o auf München, während Berlin, wo stets Reisende
der Firma tätig sind, einen Anteil von 17 o/ 0 des Umsatzes
aufweist. Die Hälfte der gesamten Jahresproduktion