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für Weite Transporte, oder Kalk-, Kali- oder Natronsalpeter nach Wunsch
des Bestellers, wenige Jahre nach Friedensschluß als aussichtsvoller
Nebenbuhler des Chilesalpeters um die Gunst der deutschen Landwirt
schaft und Industrie auftreten wird. Ein ganz wesentlicher Grund
mehr, uin jetzt dem Reich seinen Anteil an dem zu erwartenden Ge
winn durch zielbewußte Gesetzgebung zu sichern.
Bedenken gegen den Allerdings konnte ich bereits sagen, daß die
Manopolentwnrf. Zustinimung zu dem Monopolentwurf durch zweck
mäßige feste Höchst- bzw. Mindestpreise erleichtert werden müßte, be
sonders aber auch durch weitere Klarlegung der beabsichtigten Durch
führungsbestimmungen.
Die Besorgnisse der Landwirtschaft und Industrie, auch soweit diese
Stickstoff, besonders Salpeterstickstoff verarbeitet, können wohl bezüg
lich der künftigen Stickstoffpreise auf dem bereits angegebenen Wege
größtenteils verscheucht werden. Daß dabei ein gewisser Druck auf die
Landwirtschaft ausgeübt wird, vorwiegend die heinrischen Stickstoff-
düngemittel anzuwenden, wird diese zum Nutzen der Allgemeinheit um
so leichter tragen können, als sie ja dafür eine Preisermäßigung erhält.
Mischdünger. Weiterhin besteht in der Superphosphatindu-
ftrie und ihr nahestehenden Kreisen Besorgnis davor, daß man
den ja im allgemeinen wenig beliebten Kalkstickstoff dadurch
marktgängiger zu machen suchen könnte, daß man ihn zu einem
Mischdünger verarbeitet. Ob derartige Versuche jetzt mehr Aus
sicht auf Erfolg haben als früher, vermag ich nicht zu beur
teilen. An sich eignet der Kalkstickstoff, seines erheblichen Ge
halts an Kalk wegen, sich wenig zu einem etwa dem Ammoniak-
superphosphat ähnlichen Mischdünger. Möglich wäre es ja, daß es
rührigeni Erfindergeist gelingen könnte, auch hiergegen irgend welche
Abhilfe zu entdecken und so zur Herstellung eines brauchbaren Misch
düngers zu kommen. Ob das auch nur zu wünschen wäre, erscheint
fraglich. Denn wenn es nicht gelungen sein sollte oder noch gelingen
wird, die Herstellungskosten für das Kiloprozent Stickstoff im Kalkstick
stoff nennenswert unter die Kosten beim schwefelsauren Ammoniak nach
Haber herunterzudrücken, und das dürfte sehr zu bezweifeln sein, zu
mal doch beide Verfahren nach Kräften weiter ausgebaut werden dürf
ten, dann wird die Zukunft nicht dem Kalkstickstoff gehören. Das