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Dagegen nach Krahmann 1908 für die To. Gießereiroheisen:
in Rheinland-Westf.
Erz 31,10 Jl
Kalk 1,00 Jl
Koks 13,00 Jl
Fabrik. Unkost. 6,00 Jl
Amortisation 2,00 Jl
Summe 53,10 Jl,
Lothringen-Luxemburg
14,92 Jl
30,00 Jl
7,00 Jl
2,66 Jl
54,58 Jl
Daraus ergibt sich schon, wieviel teurer die oberschlesischen
Produktionskosten sind. Doch sind in den Aufstellungen einige
offenbare Fehler enthalten, so sind die oberschlesischen Erzkosten
viel höher als angegeben^). Die Differenz beträgt bei schwedischen
Magneten zwischen Rheinland-Westfalen und Oberschlesien
pro To. 3—4 Jl, auf die To. Roheisen umgerechnet aber
4,'30—5,40 Jl zu Ungunsten Obrschlesiens. Ferner sind die
Fabrikationsunkosten der rheinisch-westfälischen Hochöfen infolge
ihres größeren Ausmaßes und der massenhaften Produktion
weit geringer als in Oberschlesien. Vollends ungenau sind die
Angaben für Lothringen-Luxemburg, das in Wirklichkeit 10 bis
20% geringere Selbstkosten hat als selbst Rheinland-Westfalen.
Die Berechnungen von A. Tille kommen der Wahrheit nahe, indem
sie die Gestehungskosten des Minettebezirks pro To. Roheisen
mit 46—47 Jl angeben.
Durch das teurere Roheisen sind naturgemäß auch die Gestehungskosten
des daraus erzeugten Stahleisens in Oberschlesien
höher als in den beiden anderen deutschen Eisenbezirken, obschon
die niedrigen Arbeitskosten, die aus dem absolut geringeren
Arbeitslohn, bei gleiwertiger Arbeitsleistung des oberschlesischen
Stahlwerksarbeiters, bei dem stärker „arbeitsorientierten"Stahlprodukt
einen Teil des Vorsprunges der westdeutschen Eisenindustrie
in den Roheisengestehungskosten wieder einholt. Nach
besonderen Mitteilungen betragen zur Zeit die Gestehungskosten
für Flußstabeisen pro To.:
in Lothringen-Luxemburg
in Rheinland-Westfalen
in Oberschlesten
70-76-
Jt,
-85 Jl
-89 Jl
1) Persönliche Mitteilungen.