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schlefien hat die Verfeinerung und Spezialisierung der Eisenproduktion
aber den besonderen Charakter, daß auf ihr allein
alle Lebenshoffnungen der Industrie beruhen.
Die schlechte Rentabilität der drei größten oberschlesischen
Eisenhütten, der Vereinigten Königs- und Laurahütte, der
Oberschlesischen Eisenbahnbedarfs-A.-G. und der Oberschlesischen
Eisenindustrie A.-G. ist schon notiert worden. Erstaunlich ist
dagegen die glänzende Rentabilität der Bismarckhütte A.-G.,
die als reines Stahl- und Walzwerk bis 1908 außergewöhnlich
hohe Gewinne ausschütten konnte.
Nach Salings Börsenjahrbüchern verteilte die Bismarck-Hütte
an Dividende:
1886—1890
i.D.
10,8%
des Aktienkapitals
1891—1895
i.D.
8,0%
■n n
1896—1900
i.D.
17,6%
n n
1901
12,0%
„ „
1902
10,0%
„ „
1903
11,0%
,» „
1904
16,0%
„ „
1905
20,0%
„ „
1906
22,0%
n u
1907
25,0%
ii ii
1908
18,0%
ii ii
1909
9,0%
it n
1910
7,0%
rr ii
1911
0,0%
ii ii
1912
9,0%
ii ii
Die Bismarckhütte*) ist 1872 gegründet und am 2. September
1873 in Betrieb gesetzt worden. Bei dem Mangel an
eigener Kohle und eigenem Roheisen drängte dieses reine Stahlwerk
von vornherein auf eine möglichst weitgehende Verfeinerung
der gekauften Rohmaterialien, auf die Herstellung bester Qualitäten
und Spezialitäten. Es besaß von Anfang an ein Puddelwerk,
das aus dem gekauften Roheisen bestes Spezialschweißeisen
herstellte. Daran schließt sich ein höchst intensiv arbeitendes
Handelswalzwerk an, das die Schweißeisenblöcke auf-1)
Persönliche Mitteilungen. Berichte und Drucksachen. Salings
Börsenjahrbuch II, 1912.