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Gegenüber dem bedeutenden Eisenerzreichtum ist Österreich-Ungarn
von der Natur mit Steinkohlen weniger bedacht
worden. Die Steinkohlenbezirke liegen in einer Linie, die von
Pilsen nach der galizisch-russtschen Grenze reicht und die Kohlenbecken
von Pilsen, Kladno—Schlan—Rakonitz, Schatzlar—
Schwadowitz (die Fortsetzung des Waldenburger Beckens) in
Böhmen und Ostrau—Karwin sowie Jaworzno (beides Fortsetzungen
des oberschlesischen Reviers) in Mähren, Österreich-Schlesien
und Galizien umfaßt. Im mährischen Bezirk von
Rossitz sowie in Ungarn im Komitat Baranya bei Pecs*) und
im Komitat Krasso—Szöreny bei Slntna 2 ) werden ebenfalls
Steinkohlen, wenn auch in geringeren Mengen gefunden.
Mit Ausnahme der zum Verkoken vorzüglich geeigneten
Fettkohle des Ostrau-Karwiner Steinkohlenreviers liefern die
österreichisch-ungarischen Steinkohlen keinen für den Eisenhüttenprozeß
brauchbaren Koks.
Dagegen besitzt Österreich sowohl als Ungarn fast unerschöpfliche
Lager bester Braunkohlen, die neben Hausbrand auch
zur Kesselfeuerung und Regenerativgasdarstellung beim Siemens-Martinstahlprozeß
verwendet werden können.
Es wurden produziert:
Steinkohlen Braunkohlen
in 1000 To.
1891
10 212
18 688
1896
11 032
22 868
1901 .
13 104
28 098
1902
12 208
27 697
1903
12 732
27 887
1904.
13 024
27 991
1905
13 673
29 321
1906
14 711
31 127
1907
15 125
33 375
1908
15 086
34 539
1909
15 110
34 398
1910
15 076
33 574
1911
15 670
33 420
1) Im Besitz der Donaudampfschiss.-Gesellschaft.
2) Im Besitz der Ungarischen Staatseisenbahn.