Full text : Die oberschlesische Kohlen- u. Eisenindustrie

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Diesen  natürlichen  Grundlagen  folgend  hat  sich  die  österreichisch-ungarische ­
  Eisenindustrie  in  vier  verschiedenen  Bezirken
konzentriert  H:
1)  im  böhmischen  Steinkohlenbecken,
2)  im  Ostrau-Karwiner  Steinkohlenrevier,
3)  im  Eisenerzbezirk  der  Steiermark  und  Kärntens,
4)  im  Hunvader  Eisenerzbezirk.
In  den  beiden  ersten  Revieren  stehen  die  Hochöfen  auf  den
Steinkohlen,  in  den  letzten  auf  den  Erzen.  Die  böhmischen  Hochöfen ­
  werden  ausnahmslos  mit  steirischen  und  einheimischen
Eisenerzen  versorgt,  dagegen  ist  die  Eisenindustrie  Mährens
ganz  auf  weiter  entfernte  Erzlager  des  Inlandes  angewiesen.
Soweit  die  Koksprodnktion  des  Mährisch-Ostrauer  Steinkohlenreviers ­
  nicht  ausreicht,  bezieht  die  österreichisch-ungarische  Eisenindustrie ­
  rheinisch-westfälischen  Hochofenkoks.
Die  österreichisch-ungarische  Roheisenproduktion  betrug:
in  1  0  0  0  To.

1891

922

1896

1228

1901

1522

1906

1688

1907

1873

1908

2042

1909

2044

1910

2056

191.1

2159

1912

2785

Trotz  der  guten  Erzgrundlagen  hat  die  österreichisch-ungarische ­
  Eisenindustrie  nur  geringe  Fortschritte  gemacht.  Neben
anderen  ist  die  Hauptursache  der  Mangel  an  Kokskohlen.  Das
Mährisch-Ostrauer  Steinkohlenbecken  wird  m  nächster  Zukunft
seine  Kokskohlenförderung  nicht  in  dem  Maße  steigern  können,
daß  es  sämtliche  Eisenhütten  des  Landes  mit  wachsenden  Mengen ­
  Koks  zu  versorgen  imstande  sein  würde.  Die  außerordentlich ­
  hohen  Gestehungskosten  im  Verein  mit  der  ungünstigen
peripheren  Lage  des  Bezirks  sowie  die  Arbeiternot  halten  die
Entwicklung  der  Kohlenproduktion  aus.
1)  Ein  besonderes  Eisenwerk  (Seewerk)  ist  die  Hütte  „Servola"
bei  Triest,  das  englische  Kohlen  und  Mittelmeererze  verschmilzt.
IMS  betrug  die  Roheisenproduktton  schon  ca.  100  000  Tonnen.
            
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