Full text : Die oberschlesische Kohlen- u. Eisenindustrie

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auf  diesen  Weg  verzichten  muß^).  Auf  die  Frage,  ob  eine  Aenderung ­
  dieser  Verhältnisse  möglich  wäre,  ist  zu  bemerken,  daß
eine  Verbesserung  der  Zufuhrbedingunaen  von  Lulea  lediglich
durch  Ausbau  der  Verladevorrichtungen  zu  bewerkstelligen  sein
kann.
Bei  seinem  unvergleichlichen  Reichtum  an  Eisenerzen
ist  Schweden  an  Steinkohlen  äußerst  arm.  Die  Provinz  Schonen ­
  in  Slldschweden  besitzt  ein  kleines  Vorkommen,  das

1891

198

000

To.

1896

226

000

To.

1901

272

000

To.

1906

297

000

To.

1910

303

000

To.

1911

312

000

To.

Steinkohlen  produzierte^).  Diese  Förderung  ist  wenig  entwicklungsfähig, ­
  da  die  Vorräte  zu  gering  sind.  Für  die  Eisenerze ­
  haben  diese  Steinkohlen  umsoweniger  Bedeutung,  als  ihre
Qualität  zum  Verkoken  minderwertig  ist.  Andere  größere
Steinkohlenlager  sind  kaum  vorhanden,  und  so  kann  sich  eine
schwedische  Großeisenindustrie  auf  eigenen  Steinkohlen  nicht  begründen. ­
  Die  jetzige  Eisenindustrie  in  Mittelschweden  verhüttet
Grängesberger  Erze  zum  Teil  noch  mit  Holzkohlenkoks,  den
die  enormen  Waldbestände  des  Landes  einigermaßen  billig
liefern,  zum  anderen  Teil  mit  eingeführtem  englischen  bezw.
rheinisch-westfälischen  Koks^).  Das  Produkt  ist  in  der  Hauptsache ­
  Qualitätsroheisen  und  -stahl.
Die  schwedische  Roheisenproduktion  betrugt):

1891

491  Tausend  To.

1906

605  Tausend  To.

1896

494

1907

616

1901

528

1908

568

1902

538

1909

445

1903

507

1910

604

1904

529

1911

634

1905

539

1912

702

1)  Allerdings  muß  die  Eissperre  der  Oderschiffahrtstraße,  die
etwa  von  Anfang  Dezember  bis  Anfang  März  andauert,  abgerechnet ­
  werden,  da  für  den  Erztransport  von  Stettin  nach
Oberfchlefien  nur  der  OderKahn  in  Betracht  Kommt.
2)  Statistisches  Jahrbuch  für  das  Deutsche  Reich  1912.
3)  C.  Rotz,  S.  66.  Th.  Sehmer,  S.  64.
4)  Stat.  Jahrbuch  s.  d.  D.  R.  Eisenhüttenwesen,  1912.
            
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