1. Die treibenden Kräfte.
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Rapssaat trotz der bedeutenden Zunahme der Ölmühlen nur
geringe Änderungen aufweist. Es betrug die Mehreinfuhr an
Rapssaat in Tonnen im deutschen Zollverein durchschnittlich® 1 ):
1836—40 jährlich 2903 t
1841—45 „ 12135 t
1846—50 „ 18765 t
1851—55 „ 5173 t
1856—60 „ 18698 t
1861—1864 „ 10954 t
Noch 1865—1870 betrug die jährliche Mehreinfuhr
von Ölsamen und-früchten im deutschen Zollverein insgesamt
nur durchschnittlich 24364 t. Mit der Gründung des
Deutschen Reiches tritt auch hier eine Änderung ein, und es
findet nunmehr ein dauerndes bedeutendes Wachsen der Einfuhrziffern
statt, wie uns die folgende Zusammenstellung näher
erläutert.
Es betrug die jährliche Mehreinfuhr in Tonnen im Deutschen
Reich durchschnittlich:
Jahreszahl
an Leinsaat
t
Wert in
Millionen
Mark
an Rapssaat
t
Wert in
Millionen
Mark
an Ölsämereien
und Fruchten
insgesamt
t
1872—80
23424
—
48376
1881—90
59344
11,6
72482
16,2
235195,9
1891—95
152706
29,6
114288
20,2
451328
1896—1900
254996
50,6
108310
23,0
559497
1901-05
316981
66,5
138512
36,7
767882
1906—09
423931
98,2
107503
28,0
973270
Im Jahre 1909 wurden im Deutschen Reich insgesamt
1 153422 t im Werte von 306,6 Millionen Mark an Ölsaaten und
Ölfrüchten mehr ein- als ausgeführt, gegenüber 61545 t im
Jahre 1871.
Für dieses gewaltige Wachstum der Einfuhr von überseeischen
Ölsaaten, welches nebenbei auch ein vorzügliches Bild
von der gestiegenen Produktion der deutschen Ölmühlen gibt,
M ) Die Schwankungen in den Einfuhrziffern erklären sich aus der
verschiedenen Ergiebigkeit der jeweiligen Ernten an einheimischen Ölsaaten.