hastation entstand dem Erwerber durch die vorhanden gewesenen
Komplikationen ein Schaden von etwa 10 000 Mk."
20. „Bei einem Grundstück in Charlottenburg
erklärte sich der Eigentümer außerstande, seinen Zinszahlungsverpflichtungen
den Hypothekengläubigern gegenüber
nachzukommen, und er ließ daraufhin für einen unbeteiligten
Dritten ein Nießbrauchrecht eintragen, wodurch den
Gläubigern die Zinsen gesichert werden sollten. Nach wenigen
Wochen kam nun aber wider Erwarten auch der bisher
als vermögend bekannte Nießbraucher in Zahlungsschwierigkeiten,
und die Folge davon war, daß für Verpflichtungen
des Nießbrauchers die Mieten des ihm nicht gehörigen
Grundstücks mit Beschlag belegt und der Zwangsverwaltung
auf längere Zeit entzogen wurden. Wenn auch die hinter
uns stehenden Gläubiger, die das Objekt alsdann zur
Zwangsversteigerung brachten, gegen die Pfändung der
Mieten Einspruch erhoben und den Klagcweg betraten, so
hatten sie doch am Subhastationstermine durch diese Pfändung
einen vorläufigen Schaden von etwa 8000 Mk."
21. Die Sparkasse K . . . berichtet über zwei Fälle, in
denen sie durch Mietspfändungen, die seitens dritter Privatgläubiger
gegen ihre Hypothekarschuldner ausgebracht worden
waren, sich zur Einleitung der Zwangsversteigerung gezwungen
sah und dabei eine Einbuße von 1800 Mk. erlitt.
Es handelte sich um Dresdener Grundstücke.
22. Eine Lebensversicherungsgesellschaft in Nürnberg
schreibt:
„Auf einem Grundstück in Fürth stand für uns ein Darlehen
von 75 000 Mk. zur ersten Stelle. Mangels Zinszahlung,
die Rückstände betrugen bereits 3700 Mk., wurde
die Zwangsversteigerung eingeleitet. Die am 1. Januar
1912 fälligen Mietzinsen im Betrag von 1250 Mk. wurden
von einer dortigen Firma wegen einer Forderung von 7000
Mark auf Grund einer am 22. November 1911 erfolgten
Abtretung der Mieten durch den Grundstückeigentümer beansprucht
und eingezogen. Desgl. die am 1. April fälligen
Mietzinsen. Die Bank mußte auf Grund der Bestimmungen
der W 1123, 1124 B. G. B. die Abtretung gegen sich gelten
lassen. Im Februar wurde das Grundstück der Bank in der
Zwangsversteigerung zugeschlagen, am 1. Juli wird sie erstmalig
in der Lage sein, Mietzinsen einzuziehen. Der Ausfall
beträgt 2500 Mk."
23. Die Bremer Terraingesellschaft erläutert durch Mitteilung
eines typischen Falles die Sachlage, wie sie sich bei der