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Da das Eisen nicht in seinem Stoff, sondern nur in seiner
Form verbraucht wird, so kann es, nachdem es seinem
Zweck genügt hat, zur Produktion von neuem verwendet
werden. Die Menge solchen Altschrotts, die von neuem
für die Produktion zur Verfügung steht, entspricht frühe
rem Eisenverbrauch. Wie der Eisenverbrauch ist sie auch
in beständigem schnellem Wachsen. Es fragt sich nun,
nach welcher Zeit das in einem bestimmten Jahre ver
brauchte Eisen wieder auf dem Markte als Altschrott er
scheint. Durch einfache Gegenüberstellung des Eisenver
brauchs und Altschrottangebots läßt sich diese Zeit leicht
feststellen. Im Jahre 1882 betrug der Eisenverbrauch des
deutschen Zollgebietes 3 Millionen Tonnen, und im Jahre
1907 erschienen zum ersten Male 3 Millionen Tonnen
Altschrott auf dem Markte. Es läßt sich mithin nicht an
nehmen, daß das Eisen eine längere Umlaufzeit als 25
Jahre hat.
Wenn nun gesagt wird, das Schrottangebot des
Jahres 1925 entspricht dem Eisenverbrauch von 1900, so
soll das keineswegs heißen, die 1900 verbrauchten Eisen
mengen werden genau 1925 als Altmaterial angeboten.
Denn die Gebrauchsdauer der einzelnen eisernen Gegen
stände ist sehr verschieden und außerdem geht durch
Oxydation und Verschleiß manches verloren. Die rein
empirisch durch Vergleich gefundene Periode soll nur da
zu dienen, die Betrachtungen über die Entwicklung der
Schrottfrage zu erleichtern. In Wirklichkeit ist diese
Periode auch nicht immer gleich groß, sondern zeigt ge
rade in den letzen Jahren die Tendenz kleiner zu werden,
was wohl auf die immer schneller sich verändernden Kon
struktionen und größeren Anforderungen, die an das Ma
terial gestellt werden, zurückzuführen ist.
Es taucht nun die Frage auf, welche Folgen sich aus
der Annahme einer 25jährigen Umlaufszeit des Eisens und