Full text: Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, daß sich die 
Umlaufszeit trotz der steigenden Raschlebigkeit der heuti 
gen Maschinen und Anlagen, trotz der steigenden Ab 
nutzung der Eisenbahnschienen und der Vermehrung des 
kurzlebigen Verbrauchseisens nicht weiter verkürzen sollte, 
werden wir 1913 mit 4, 1918 mit 5, 1930 mit 10 und 1935 
mit 12 Millionen Tonnen Altschrott auf dem deutschen 
Markte zu rechnen haben. Selbst wenn sich die deutsche 
Roheisenerzeugung, die 1910 14 793 325 t betragen hat, 
nicht weiter vermehrt, gibt es also, wenn man 14 Millionen 
Tonnen Roheisen und 12 Millionen Tonnen Stahl als den 
Durchschnitt der letzten 3 Jahre annimmt auf dem deut 
schen Markte 
1913 
12 + 
3,6 = 15,6 Tonnen Stahl, 
1918 
12 + 
4,5 = 16,5 ,, „ 
1921 
12 + 
5,4 = 17,4 „ 
1922 
12 + 
6,3 = 18,3 „ „ 
1924 
12 + 
7,2 - 19,2 
1925 
12 + 
8,1 - 20,1 
1930 
12 + 
9,0 = 21,0 
1931 
12 + 
10,8 = 22,8 
Der deutsche Markt ist gewiss noch einer Steigerung 
seines Stahlverbrauchs fähig, aber ob er diese Massen 
Stahl aufzunehmen im Stande sein wird, welche schon 
ohne eine Vermehrung der Stahlerzeugung aus Roheisen 
bis 1935 entstehen werden, ist doch mehr als zweifelhaft. 
Dabei trifft diese Erscheinung nicht nur Deutschland, son 
dern alle alten Eisenländer der Erde, vor allem England, wel 
ches weit eher einen großen Eisenverbrauch gehabt hat 
als die andern. 
Nimmt man den Eisenverbrauch des Jahres 1900 mit 
9 000000 t an, so kommen 1925 diese 9000 000 t als Alt 
eisen auf den Markt. Würden nun 1925 bloß 10 Millionen t
	        
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