Full text : Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

72

zeichnis  ihrer  gesamten  Bezüge  an  Schrott  der  letzten
zwei  Jahre  unter  Angabe  der  Abgangsstationen  ein.  Aus
diesen  Verzeichnissen  wurden  die  Anspruchsziffern  errechnet ­
  und  außerdem  der  Anfall  in  den  einzelnen  Gebieten ­
  festgesteltt.  Hierauf  wurde  das  gesamte  Gebiet  in
zwei  Arten  von  Zonen  geteilt,  erstens  die  Werkszonen,
zweitens  das  gemeinschaftliche  Gebiet,  Die  Werkszonen
waren  als  Kreise  gedacht  mit  dem  betreffenden  Werk  als
Mittelpunkt  und  wurden  so  groß  bemessen,  daß  ihr  Anfall
an  Schrott  20  B / 0  des  Bedarfes  der  Werke  deckte.  Wo
die  Kreise  sich  berühren  würden,  sollten  sie  abgeplattet
und  dafür  nach  der  anderen  Seite  entsprechend  erweitert
werden.  Alles  Gebiet  außerhalb  der  Werkszonen  ist  gemeinschaftlich. ­
  In  seiner  Zone  kauft  jedes  Werk  seinen
Schrott  nach  wie  vor  unmittelbar  ein  zu  Preisen,  die
keinesfalls  höher  sein  dürfen,  als  sie  in  dem  gemeinschaftlichen ­
  Gebiet  zu  gleichen  Zeiten  bezahlt  werden.  In  dem
letzteren  sind  die  Käufe  durch  das  Einkaufsbureau  vorzunehmen. ­
  Alle  Käufe  werden  gegenseitig,  d,  h.  zwischen
der  Einkaufsstelle  und  den  einzelnen  Werken  angemeldet.
Auf  jeden  Kauf  im  gemeinschaftlichen  Gebiet  kann  jedes
Werk  im  Verhältnis  zu  seinem  Anspruch  ein  Anrecht  geltend ­
  machen.  Nehmen  wir  z.  B.  an,  die  Bedarfszahlen  der
Werke  A,  B.  C  und  D  seien  20000,  15  000,  10  000  und
5  000  t  und  es  seien  bei  gleichen  Ansprüchen,  als  z.  B.
als  erstes  Geschäft  100  t  Kernschrott  gekauft  worden.
So  hat  A  ein  Anrecht  auf  ä / 5  =  40,  B  auf  1, 5 / 5  =  30,  C
auf  1  5  =  20  und  D  auf  0, 5 /»  =  10  t  und  die  Ueberweisung
  ist  demgemäß  durch  die  Einkaufsstelle  vorzunehmen.
Sie  erfolgt  nicht  erst  bei  der  Lieferung,  sondern  sofort  nach
getätigtem  Abschluß  in  der  Weise,  daß  A=  40,  B  =  30  t  usw.
wie  einen  mit  dem  betreffenden  Händler  direkt  getätigten
Kauf  als  Abschluß  bucht.  Dadurch  ist  die  Einkaufstelle
auf  einfache  Weise  auf  allen  Fragen  der  Abnahme,  der
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.