Full text: Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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Qualitätsbeanstandungen und der Bezahlung entlastet. 
Mit der Zuteilung des Kaufes ist ihre Tätigkeit beendet. 
Um bei der Verteilung bei dem Lieferanten nicht auf 
Schwierigkeiten zu stoßen, bestimmen die Einkaufsbeding 
ungen der Vereinigung, daß sie sich vorbehält, über die 
Mengen nach Belieben zu verfügen. 
Wo Ansprüche seitens der Werke nicht gestellt wer 
den, wird die Verteilung von der Einkaufsstelle vorge 
nommen und zwar so, daß möglichst die Abschlüsse nicht 
geteilt, sondern im Ganzen den Werken überwiesen wer 
den. In erster Linie ist für die Verteilung das betreffende 
Sortiment, wie es von den Werken benötigt wird, dann 
der Anspruch, endlich die Frage der günstigsten Fracht 
maßgebend. In der Tat überlassen die Werke bisher 
regelmäßig die Verteilung der Abschlüsse aus dem gemein 
schaftlichen Gebiet der Einkaufsstelle; das Verlangen Ab 
schlüsse zu teilen, ist fast nie vorgekommen, es genügt 
das Recht und die Möglichkeit, es zu tun, um kein Miß 
trauen aufkommen zu lassen. Neben den Anmeldungen 
der Käufe wird wöchentlich auch der Materialieneinkauf 
jedem Werke mitgeteilt. Für jedes Vierteljahr gibt die 
Einkaufsstelle Mitteilung über den Gesamteinlauf, das 
ganze eingekaufte Material und die Verteilung auf die 
verschiedenen Gebiete. Die Werke bleiben dadurch stets 
im Bilde über die Vorgänge auf dem Schrottmarkte in 
ihrem Bezugsgebiet und üben gegenseitig eine gewisse 
Kontrolle aus, ob nicht durch eine falsche Preispolitik zu 
viel Material aus den Werkszonen und aus dem gemein 
schaftlichen Gebiet abfließt. 
Die Vorteile, die mit diesem hier schematisch darge 
stellten System erzielt werden, sind die folgenden: 
1. Ein Ausspielen der einzelnen Werke gegeneinander 
durch die Verkäufer zu Spekulationszwecken und
	        
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