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Preußischen Landesversammlung, zu mir mit dem Krqisblatt aus den.
Kreise Pyritz und fragte mich: Sagen Sie mal, habhn S,i e^ Äe: Äarife
gekündigt? Ich sagte, ich kann nicht über alles unterrichtet sein, wenn Sie
mW) so plötzlich fragen; gewiß käun es möglich sein, aber daß wir generell
herausgegeben hätten, überhaupt die Tarife zu kündigen, Trifft nicht zu.
Run gibt er mir das Pyritzer Kreisblatt, da ist in großem gesperrten, fetten
Druck ein Schreiben unseres Kreisvertrauensmannes abgedruckt/ worin er
den Tarif in zulässiger Weise gekündigt hat. Das Schreiben ist in sehr
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tretenden wirtschaftlichen Kämpfen die Folgen für die Ernährung unserer
städtischen Bevölkerung ablehnen. Im Kreise Anklam ist seitens der . A r-
beitgeber der Tarif gekündigt worden. Auch da erscheint in der Presse
gleich eine große Ankündigung, die eine ganze Seite des Kreisblattes füllt.
All dies beweist uns, wie in Pommern gearbeitet wird: Jede Kleinigkeit,
die leicht auf dem Verhandlungswege zu erledigen wäre, wird sofort in die
Presse gebracht, und ausgeschlachtet, um zu zeigen: Seht, der rote Land
arbeiterverband ist es, der in Pommern keirie Ruhe läßt.
Daun etwas anderes, das auch bezeichnend ist: Im Mai 1919 erhielt
der Verbandsvorstand eine Einladung zu einer Besprechung mit der Ar
beitsgemeinschaft der Deutschen Landwirtschaft in Berlin im Klub ider
Landwirte. Diese Arbeitsgemeinschaft war ein Vorläufer des sogenannte»
Deutschen Landbundes. Wir hatten schon seit dem 19. November 1918 mit
dem Bund der Landwirte, mit der Vereinigung der Deutschen Bauernder-
eine und anderen Organisation der Landwirtschaft über die Bildung einer
Arbeitsgemeinschaft verhandelt und sind heute noch zu keinem Resultat ge-
!vmmen. Der Deutsche Landbund war nun wieder ein neues Gebilde.
Zu dieser Verhandlung bin ich mit dem Kollegen Woldt hingegangen m der
Absicht, uns zu orientieren. Wir wollten die Einladung nicht ablehnen,
damit man nicht sagen konnte, wir hinderten den Verständigungsweg.
In dem Protokoll halten wir daun die Ehre, an die Spitze gestellt zu wer
den. Man legte anscheinend großen Wert darauf, Vertreter der Landar
beiter dort zu habe». Es waren Vertreter des Deut,chm Landwirt,chafts-
rats und des Bundes der Landwirte dort. Wir wußten beide zuerst nicht, in
welche Körperschaft wir da geraten waren. Auch Herr von Dewitz ain
Pommern war anwesend, und es ist mir sofort aufgefallen, wie er nn Laiche
der Verhandlungen versuchte, mich zu examinieren, herauszuhören, wie der
Deutsche Landarbeiter-Verband über die Frage eines-Streiks urteile. Man
hat mich direkt herausgefordert zu reden, ich habe auch gesprochen und habe
in dieser Verhandlung unter anderem Folgendes ge,agr. Es heißt darüber
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lieh er Verzicht auf das Streikrecht seitens der Landarbeiter sei von seiner
Organisation nicht möglich. Er stimmt dein aber Bet, daß Streiks möglichst
zu vermeiden seien, jedenfalls jedem «treik Verhandlungen in «chlich-
tungsausschüssen vorangehen müssen. Das war auch richtig wiedergegeben.
Es wurde aber anfangs betont, daß das eine zwangslose Besprechung sei
und es ivar nicht bekannt, daß diese Sache in die Oeffentlichkeit gegeben
werden solle. ., . . = = ^
Damit will ich nicht sagen, daß ich mich dann anders ausgesprochen
biitto. 2Bir haben feit jeher beu Stanbpunkk vertreten, bah wll Streiks rn
der Landwirtschaft aus volkswirtschaftlichen Gründen möglichst vernrelden
'»ollen. Nicht aus Liebe zr, den Junkern, sondern weil wir einen Streik