Full text : Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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3,4  bzw.  5,1%.  Die  Korrelation  beider  Anteilsreihen  (Hypothekzinsen ­
  und  Mietausfall  an  der  Mieteinnahme),  ist  unbedeutend,
da,  wie  schon  erwähnt,  hohe  Belastung  und  Bonität  des  Grundstücks ­
  in  Hinsicht  auf  den  Mieteingang  in  keiner  direkten  Beziehung ­
  stehen.
Endlich  hat  auch  der  Versuch,  den  relativen  Mietausfall ­
  (%  der  Mieteinnahme)  und  den  relativen  Hypothekzinsenrückstand ­
  (%  der  halbjährigen  Zinsen)  direkt  miteinander ­
  zu  kombinieren,  zu  keinem  Ergebnis)  geführt,  da  die
geringe  Zahl  der  Fälle  (45)  irgendwelche  spezielleren  Kombinationen ­
  nicht  zuließ.
Auf  die  großen  stadtteilsweisen  Unterschiede  des  anteiligen
Mietausfalls  am  Betrag  der  Hypothekzinsen  sei  ausdrücklich
aufmerksam  gemacht.  Um  die  textliche  Erläuterung  nicht  allzuweit ­
  auszudehnen,  verzichten  wir  aber  darauf,  die  verschiedene
Bedeutung  der  Ausfälle  durch  Leerstehen  und  durch  Nicht-Vollzahlung ­
  für  die  einzelnen  Stadtteile  noch  gesondert  nachzuweisen. ­

Die  Gläubigernot  des  Hausbesitzers  als  Mietzins,,  empfängers“
  ist  ausweislich  der  in  diesem  Abschnitt  wiedergegebenen
Texttabelle  weit  verbreitet,  denn  mehr  als  3/ 4  aller  untersuchten
Grundstücke  sind  von  Mietausfällen  betroffen  worden,  die  Zinsennot ­
  des  Hausbesitzers  als  Hypothekschuldners  ist  bei  einem
Neuntel  aller  Grundstücke  in  Form  von  Zinsrückständen  in  die
Erscheinung  getreten.  Mit  der  dritten  Bedrängnisi  des  Hausbesitzers, ­
  der  Kapitalsnot,  befaßt  sich  nun  noch  Tabelle  Vilm ­
  ganzen  sind  nach  dieser  Tabelle  in  den  441  untersuchten
Grundstücken  71  Hypotheken  im  Kapitalwert  von,  etwas  über
2i/ 2  Millionen  Mark  fällig  geworden,  was  dem  elften  Teil  aller
auf  diesen  Grundstücken  ruhenden  Hypotheken  und  etwas  mehr
als  dem  elften  Teil  ihres  Kapitalwerts  entsprechen  würde.*)  Der
beobachtete  Zeitraum  umfaßt  zwar  nur  8  Monate,  gleichwohl
dürfte  es  nicht  angängig  sein,  die  Jahressumme  der  fällig  gewordenen ­
  Hypotheken  und  ihres  Kapitalwerts  durch'  Vervielfachung ­
  der  eben  angegebenen  Zahlen  mit  3 / 2  ermitteln  zu  wollen;;
denn  die  wichtigsten  Fälligkeitstermine,  der  1.  Oktober  und  der
1.  April,  sind  in  dem  beobachteten  Zeitraum  beide  enthalten.
Der  1.  April  nämlich  insofern,  als  fast  durchweg  für  die  auf
diesen  Zeitpunkt  fällig  gewordenen  Hypotheken  Angaben  über
die  Neuregelung  gemacht  worden  sind.  Während  die  genannte
Vervielfachung  auf  einen  Anteil  der  fällig  gewordenen  Hypotheken ­
  an  der  Gesamtheit  von  einem  Siebentel  führen  würde,
scheint  uns  daher  ein  Jahresanteil  von  einem  Neuntel  oder
Zehntel  den  Tatsachen  besser  zu  entsprechen.
Die  Verteilung  der  fällig  gewordenen  Hypotheken ­
  nach  ihrem  Rang  spiegelt  fast  genau  die  entsprechende

*)  Ueber  den  Kapitalisierungsfaktor  vgl.  den  nächsten  Abschnitt.
            
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