Full text : Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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wir  müssen  uns  hier  in  der  Tat  damit  begnügen,  daß,  was  er
angeschrieben  hat,  „immerhin  besser  ist  als  nichts“  und  uns
wenigstens  eine  sonst  nicht  erreichbare  ungefähre  zahlenmäßige
Vorstellung  von  der  untersuchten  Erscheinung  zu  verschaffen
vermocht  hat.

Die  große  Bedeutung  der  hier  untersuchten  Erscheinungen
für  soviel  Einzelpersonen,  Erwerbsgesellschaften,  darüber  hinaus
auch  für  Gemeinde  und  Staat  hat  unserer  Erhebung  eine  Teilnahme ­
  gesichert,  die  sich  in  verschiedenen  Zuschriften  und  mündlichen ­
  Rückfragen  äußerte.  Bei  der  Neuigkeit  des  Erhebungsverfahrens ­
  nach  mechanischem  Ausleseprinzip  sprach  aus  den
meisten  dieser  Anfragen  die  Besorgnis,  ein  so  wenige  und  willkürlich ­
  bestimmte  Hausgrundstücke  ergreifendes  Verfahren
möchte  zu  ganz  unsicheren  und  nicht  verwertbaren  Ergebnissen
führen.  Eine  Reihe  von  Zuschriften  weist  darauf  hin,  daß  das
ausgewählte  Grundstück  unter  den  dem  Schreiber  gehörigen
„ausnahmsweise  günstig“  dastehe,  daß  die  Verhältnisse  dort
„nicht  die  ungünstigsten“  seien,  daß  dieses  Verfahren  „kein
genaues  statistisches  Material“  liefern  könne  usf.  Diese  Einwendungen ­
  bilden  also  das  Gegenstück  zu  den  oben  erwähnten  Antwortverzichten, ­
  weil  „keine  Mietausfälle  usf.  eingetreten  seien
und  das  Haus  demnach  für  uns  nicht  in  Betracht  komme“.  Sie
treffen  ins  Schwarze,  insofern  sie  eine  exakte  und  erschöpfende
zahlenmäßige  Erfassung  der  untersuchten  Erscheinung  auf  solche
Art  für  unmöglich  halten,  sie  schießen  aber  vorbei,  wenn  sie  die
ganze  Erhebung  deshalb  für  wertlos  erklären.  Dem  Nachweis,
daß  ein  innerhalb  gewisser  Grenzen  gesichertes  Ergebnis  auch
durch  eine  derartige  Teilerhebung  gewonnen  werden  könne,
war  der  erste  und  der  letzte  Abschnitt  dieser  Arbeit  gewidmet.
Von  blindem  Vertrauen  in  die  errechneten  Zahlen  haben  wir
uns  ebenso  weit  entfernt  gehalten,  wie  von  dogmatischem,  voreingenommenem ­
  Skeptizismus;  inwieweit  wir  freilich  überzeugend
gesprochen  haben,  vermögen  wir  nicht  zu  beurteilen.  Eine
Pflicht  gegenüber  den  Verfassern  der  erwähnten  Zuschriften
haben  wir  aber  noch  zu  erfüllen.  Mehrere  von  ihnen  haben
sich  nämlich  nicht  damit  begnügt,  im  allgemeinen  Einwendungen
zu  erheben,  sondern  haben  in  höchst  dankenswerter  Weise  sich
der  Mühe  unterzogen,  auch  für  die  nicht  erfragten,  ihnen  gehörigen ­
  Grundstücke  oder  wenigstens  für  einzelne  von  diesen
Erhebungsbogen  sorgfältig  auszufüllen.
Auf  diese  Weise  sind  uns  38  nicht  verlangte  Erhebungsbogen ­
  zugegangen,  die  wir,  von  den  übrigen  getrennt,  in  ähnlicher ­
  Weise  wie  diese  aufgearbeitet  haben.  Darnach  ergab  sich
für  diese  Grundstücke  ein  Mietausfall  von  nicht  weniger  als
25,4o/o  der  ordentlichen  achtmonatlichen  Mieteinnahme  ge  gen
8,7o/o  bei  der  untersuchten  Teilgesamtheit,  also  ein  dreimal
so  starker  Verlust,  während  andererseits  die  rückständigen
            
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