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zu solcher zahlenmäßigen Feststellung aber gebieterisch auffordern.
Schon im November 1914 hat daher das Statistische
Amt auf Veranlassung des Oberbürgermeisters sich zu dieser
Frage geäußert und ei,ner Erhebung des Mietzinsenausfalls im
Frühjahr 1915 das Wort geredet, die dann auch von der Zentrale
für Kriegsfürsorge ihrerseits befürwortet wjirde. Am 4. Februar
erhielten wir den Auftrag, im Benehmen mit der Zentrale
Vorschläge über die Ausdehnung und sonstigen Einzelheiten
der Erhebung zu erstatten. Der Hagel von statistischen Aufnahmen,
der eben in jenen Tagen zwecks Sicherung der Ernährung
unseres Volkes herniederzuprasseln begann, verhinderte
indessen die sofortige Inangriffnahme der Vorarbeiten und hat
auch, wie hier vorausgreifend gesagt sein mag, im Zusammenhang
mit dem sehr dürftigen Personalstand ^unseres Amtes
die weitere Durchführung der Arbeit empfindlich beeinträchtigt.
Immerhin konnte am 24. März der Entwurf des Fragebogens
dem Stadtrat vorgelegt werden, den dieser schon tags darauf
genehmigte.
Ueber den Fragebogen, de,r im Original dieser Schrift am
Schlüsse beigefügt ist und die Einzelheiten der Erhebung und
Bearbeitung werden einige erläuternde Bemerkungen vorauszuschicken
sein.
Wir waren uns dessen wohl bewußt, daß der Fragebogen
die im vorliegenden Fall zulässige Gre,nze der Ausführlichkeit
und inquisitorischen Eindringlichkeit nahezu erreicht, die in den
seitherigen Friedens,Zeiten innegehaltene Grenze sogar bei weitem
überschritten habe. Allein di'e unmittelbar vorausgegangenen
verschiedenartigen Erhebungen der Nahrungsmittelbestände
hatten das Publikum bereits darüber belehrt, daß in Kriegszeiten
auch solche Vorgänge zu Objekten statistischer Erfassung (werden
können, die in Friedenszeiten als Privatangelegenheit betrachtet
werden und der Neugier zahlenmäßiger Feststellung ein für
allemal entzogen bleiben. Wenn ( uns ferner die in solcher
Schärfe vordem unbekannten Strafbestimmungen der Nahrungsmittel-Erhebungen
nicht zur Seite standen, so sprach für
die Ausfüllung unserer Bogen das ungleich bedeutsamere eigene
Interesse vieler Befragten an der Mitteilung der gewünschten
Angaben. Denn Ihr Ergebnis sollte ja ei'ne der Unterlagen für die
Beurteilung der Frage liefern, ob ein zusätzliches Eingreifen
in den Schuldendienst der Pfandlasten mit öffentlichen oder für
die Kriegsfürsorge gespendeten Mitteln möglich, erwünscht oder
notwendig sei. An dem guten Willen zur Erteilung der erbetenen
Auskunft haben wir darum von vornherein nicht gezweifelt,
wohl aber hegten wir a.uf Grund langjähriger Erfahrung
nicht unbeträchtliche Bedenken, ob die Umsetzung in
die Tat, die Ausfüllung der Bogen selbst, dem guten Willen
einigermaßen entsprechen werde. Zwar war der Erhebungsbogen
mit anerkannten Sachverständigen des erfragten Gebiets