Object: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Antwort des Ministers aus die Lohneingabe. 
Die Bergarbeiterverbände erhielten auf ihre Lohnein 
gabe vorn 26. Juni vom Munster für Handel und Gewerbe. 
Dr. Sydow, folgende Antwort: 
Berlin W 9. den 6. Juli 191». 
Auf die von den Bergarbeiterverbänden an mich gerichtete 
Eingabe vom 26. Juni d. Js., betreffend Lohnerhöhung für die 
Bergarbeiter, teile ich Ihnen ergebenst mit, daß ich das Königl. 
Oberbergamt Dortmund ersucht habe, über den Inhalt der Ein 
gabe mit den Beteiligten zu verhandeln und mir danach mit 
tunlichster Beschleunigung zu berichten. Bis zum Vorliegen 
dieses Berichts muß ich mir die Entschließung wegen der von 
den Bergarbeiterverbänden gewünschten Besprechung vorbehalten. 
Ich ersuche, die mitunterzeichneten Bergarbeiterverbände 
hiervon benachrichtigen zu wollen. Sydow. 
Lohneingabe für Oberschlcsirn. 
siattowitz, den 21. Juli 191» 
An den 
oberschlesischen Berg- und Hüttenmännischen Verein E. V. 
K a t i c w i !$. 
Die. letzthin int oberschlesischen Jndustrierevier stattgefun- 
denen Bewegungen veranlassen die ergebenst unterzeichneten Ver 
treter der hier ansässigen Bergarbetterverbände, die Mitglieder 
des Berg- und Hüttenmännischen Vereins auf die dringende 
Notwendigkeit einer ausreichenden Lohnerhöhung für Bergar 
beiter hinzuweisen. Da mir mit den Lohn- nnö Arbeiksverhält- 
isissen der ans den Gruben beschäftigten Leute durchaus vertraut 
sind und ihre Wünsche kennen, erlauben unr uns. folgende Vor 
schläge zwecks Aufbesserung der Löhne zur geneigtesten Berück 
sichtigung zu unterbreiten: 
1. Das Gedinge der Hauer ist derart zu erhöhen, daß bei 
normaler Arbeitsleistung ein Lohn nicht unler 12,60 Mark 
verdient werden kann. 
2. Der ersten Forderung entsprechend Erhöhung des Ge 
dinges für Füller und Schlepper, so daß ihr Lohn im bis 
herigen Verhältnis zu dem Hauerverdienst bleibt. 
3. Werden Hauer im Schichtlohn beschäftigt, so ist ein Lohn 
von 10 Mark zu zahlen. 
A. Allen unter und über Tage beschäftigten Arbeitern und 
Arbeiterinnen, einschließlich der Jugendlichen, ist eine 
Lohnerhöhung von 26 Prozent zu gewähren. Soweit für
	        
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