Contents: Grundzüge der Theorie der Statistik

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menen y. Unter der Voraussetzung, daß x und y unkorreliert sind, ist eine 
Tabelle zu berechnen, welche für alle möglichen Werte von x und y die Wahr- 
scheinlichkeit dafür angibt, x weiße Kugeln aus A und y weiße Kugeln aus B 
zu bekommen. Stelle danach die Verteilungsgesetze für (y + x) und (y — x) auf 
und beweise, daß sie gleich sein müssen. 
148. Hat man eine vielgliedrige Größe 
X=axz+by+62+...-. 
wo X, y z usw. zufällig varlierende Größen sind, welche ganz oder 
annähernd als voneinander unabhängig betrachtet werden können, 
so folgt aus dem Vorhergehenden, daß X selber eine zufällig vari- 
jerende Größe sein wird mit der Erwartung 
E(X)=a-E@ +b-E+CcC: EZ) ...0.0.0000409 
während die Streuung im Verteilungsgesetz für x sein wird: 
u= Ya? + bu? + Au? + . Ver 
WO Mı, Ma, Es + + +. die Streuung im Verteilungsgesetz für jeweils 
X, Y, Zz sind. 
Ist speziell a=b=c....= 1, so daß 
X=x+Jy+z+..- 
so ergibt sich, daß die Streuung im Verteilungsgesetz für eine 
Summe von zufällig und voneinander unabhängig variierenden Größen 
u = Yaz? + wm? + us? ..... Wird. 
149. Mit Hilfe dieser Formeln kann man auch sofort die Er- 
wartung und Streuung für eine Summe oder ein Polynomium mit 
willkürlich vielen Gliedern finden, wenn die entsprechenden Größen 
für jedes dieser Glieder bekannt sind und die Glieder als von- 
einander unabhängig betrachtet werden können; der mit den De- 
finitionen 
Ss, = E(X)= 3X;P, und u? = 3(X, — 8)? Pi 
angewiesene direkte Weg verlangt dagegen, daß das Verteilungs:- 
gesetz, P;, für X zuerst bestimmt wird. 
Diese Bestimmung ist, selbst in dem hier betrachteten Falle, wo 
sämtliche Glieder als unkorreliert gedacht sind, in der Regel sehr 
beschwerlich und erfordert meist mathematische Hilfsmittel, welche 
nicht als elementar bezeichnet werden können. Da wir im folgenden 
zu dieser Frage zurückkehren ($ 166 ff.), so seien hier vorläufig nur 
die Verteilungsgesetze für eine Summe von Größen betrachtet, deren 
jede einem Binomialgesetz, d. h. den Verteilungsgesetzen folgt, die 
bei den Erfahrungen aus den Glückspielen, welche im Vorher- 
gehenden ausführlich behandelt worden sind, gefunden wurden.
	        
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